Mängel-Ranking 2014 Das sind Gewinner und Verlierer des TÜV-Reports

Jedes vierte Auto in Deutschland fällt bei der TÜV-Prüfung erst einmal durch. Während Modelle wie der Toyota Prius glänzen, droht den Besitzern eines Dacia Logan Ärger. Aber nicht immer ist teurer auch besser - wie die TÜV-Mängelrangliste zeigt.


Berlin - Defekte Bremsleitungen, klappernde Fahrwerke und kaputte Scheinwerfer: Jedes vierte Auto in Deutschland weist gravierende Mängel bei der TÜV-Prüfung auf. Beim jährlichen Ranking der Tops und Flops auf heimischen Straßen, dem TÜV-Report, schnitten Autos von deutschen und japanischen Herstellern besonders gut ab.

Spitzenreiter unter den zwei- bis dreijährigen Autos war der Opel Meriva. Bei den älteren Fahrzeugen landeten der Toyota Prius und der Porsche 911 auf den Spitzenplätzen, während der Dacia Logan, der PT Cruiser von Chrysler und die Mercedes M-Klasse zu den absoluten Mängel-Möhren zählen.

Hier ist eine Übersicht der Modelle mit den höchsten und niedrigsten Mängelquoten.

Autos in Deutschland werden immer älter

"Je älter die Fahrzeuge, desto erheblicher die Mängel", sagte Klaus Brüggemann, Präsidiumsmitglied beim Verband der Technischen Überwachungsvereine (TÜV), am Donnerstag in Berlin. Meistens seien Beleuchtung, Fahrwerk und Abgasanlage betroffen.

Insgesamt sei der Zustand der Fahrzeuge aber zufriedenstellend: "Ich glaube, dass wir in Europa eindeutig führend sind." Drei Viertel aller Autos kommen demnach mit keinen oder nur geringen Mängeln zur Hauptuntersuchung und erhalten die Plakette sofort. Bei erheblichen Mängeln muss der Wagen erst in die Werkstatt.

Der Anteil dieser Autos liegt in diesem Jahr mit 24,9 Prozent höher als im vergangenen Jahr, als es noch 20 Prozent waren. Der TÜV-Verband führt das aber auf rechtliche Änderungen zurück. So war es früher nur ein leichter Mangel, wenn der Rückfahrscheinwerfer nicht ging. Heute sei es ein erheblicher Mangel.

Auch das steigende Durchschnittsalter spiele eine Rolle. In diesem Jahr waren die Autos auf deutschen Straßen im Durchschnitt 8,7 Jahre alt - vor zehn Jahren waren es noch 7,4 Jahre. "Sie sollten ihr Auto regelmäßig warten lassen", riet Brüggemann. "Wir können nur an die Fahrer appellieren, ihre Autos in die Werkstatt zu bringen, Inspektionen zu machen und Mängel auch beheben zu lassen."

mhu/cst/dpa



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