Zukunft der Fahrdienste Uber testet selbstfahrende Autos

Die Branche der privaten Fahrdienstvermittler steht vor einem Umbruch. Pionier Uber entwickelt eine eigene Technologie für selbstfahrende Autos. Auch Google und Apple mischen mit.
Uber-Logo

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Foto: LUCY NICHOLSON/ REUTERS

Der Fahrdienstvermittler Uber testet eine eigene Technologie für selbstfahrende Autos auf der Straße. Dafür werde ein umgebauter Ford Fusion in Pittsburgh unterwegs sein, gab Uber in einem Blogeintrag bekannt.

Die Opel-Mutter General Motors lässt gleichzeitig gemeinsam mit dem Start-up Cruise eine selbstfahrende Version des neuen Elektromobils Chevy Bolt durch San Francisco fahren. Der Autokonzern wird dazu das Start-up übernehmen. GM will laut Medienberichten außerdem zusammen mit dem Uber-Rivalen Lyft Roboter-Taxis ausprobieren.

Google und Apple mischen mit

Google, diverse etablierte Autokonzerne, aber auch der chinesische Internetkonzern Baidu entwickeln gerade Technologien für selbstfahrende Autos. Eine Vision für die Zukunft ist, dass sie als Roboter-Taxis in Städten unterwegs sein könnten. Seit Längerem gibt es Gerüchte, dass auch Apple an einem selbstfahrenden Auto arbeitet. Vergangene Woche gab der kalifornische Konzern bekannt, dass er sich mit einer Milliarde Dollar an der chinesischen Uber-Variante Didi Chuxing beteiligt habe.

Bei Uber hatte Gründer und Chef Travis Kalanick bereits durchblicken lassen, dass Roboterwagen irgendwann einmal bei seinem Dienst zum Einsatz kommen könnten. Ein Hinweis auf die Entwicklung eines eigenen Systems war auch der Aufbau eines Forschungszentrums in Pittsburgh mit einigen Dutzend Experten der Universität Carnegie Mellon.

GM investierte 500 Millionen Dollar in den kleineren Uber-Konkurrenten Lyft. Zudem kauft der Autokonzern für rund eine Milliarde Dollar Cruise Automation, das Technologien für autonomes Fahren entwickelt. Cruise veröffentlichte am Donnerstag ein Foto, auf dem seine Systeme auf einem Chevy Bolt zu sehen sind. Zuvor waren die Bilder aus San Francisco im Internet aufgetaucht.

brt/dpa