Umfrage unter jungen Autofahrern Wir sind ein Volk von Rüpeln

Viele junge Autofahrer pfeifen auf die Verkehrsregeln, sie fluchen dabei gern und benehmen sich auch sonst im Fahrzeug oft daneben. Das sind Ergebnisse einer Umfrage, die den ganz normalen Wahnsinn auf den Straßen Europas dokumentiert. Vor allem die Deutschen geben kein gutes Bild ab.

Deutschlands Autofahrer schimpfen gerne über die Fahrgewohnheiten in anderen Nationen. Dabei zählen sie selbst zu den schlimmsten Verkehrssündern, wie eine Umfrage des Reifenherstellers Goodyear zeigt. Bei der Untersuchung wurden 6400 Personen in 15 Ländern im Alter von 18 bis 25 Jahren befragt.

Demnach behaupten in Deutschland 68 Prozent der Befragten von sich, zu schnell zu fahren. 49 Prozent der jungen Deutschen beachten außerdem hin und wieder die Verkehrszeichen nicht und 46 Prozent setzen nach eigenen Angaben keine Blinker. 85 geben noch mal Gas, wenn die Ampel schon auf Gelb steht. Laut der eigenen Wahrnehmung liegen die Deutschen mit diesen Werten über dem europäischen Durchschnitt.

Mehr als der Hälfte der Befragten platzt im Auto außerdem der Kragen: 62 Prozent gaben an, während der Fahrt zu schimpfen. Zu obszönen Gesten lassen sich dagegen nur rund 15 Prozent hinreißen. Hier liegen die jungen Deutschen allerdings jeweils unter dem Durchschnittswert der anderen Länder.

Sechs Prozent haben schon andere Autos beworfen

Raue Sitten sind aber auch hierzulande offenbar weit verbreitet: So gaben 33 Prozent der in Deutschland Befragten an, zu bremsen, wenn ein anderes Fahrzeug dicht auffährt. Acht Prozent fahren dagegen selbst dicht auf und betätigen die Lichthupe, wenn sie zum Überholen ansetzen.

Es geht aber noch extremer: Immerhin drei Prozent gaben zu, schon einmal aus Wut gegen ein anderes Auto gefahren zu sein. Und sechs Prozent beichteten, etwas aus dem Fenster gegen ein anderes Auto geworfen zu haben.

cst