Unfall im Fahrunterricht Lehrer haften für ihre Schüler

Nervosität und Angst vor der ersten Fahrstunde kennt jeder. Besonders schlimm ist es dann, wenn gleich ein Unfall passiert. So prallte eine Frau bei ihrer Premierenfahrt mit dem Motorrad frontal gegen eine Straßenlaterne und wurde schwer letzt. Anschließend verlangte sie Schadenersatz vom Fahrlehrer - mit Erfolg.


Der Albtraum eines jeden Fahrschülers: Unfall mit dem Motorrad
GMS

Der Albtraum eines jeden Fahrschülers: Unfall mit dem Motorrad

Berlin - Nach einem aktuellen Urteil des Landgerichtes Osnabrück haften Fahrlehrer für Schäden, die ein Fahrschüler bei der ersten praktischen Fahrstunde erleidet. Voraussetzung sei jedoch, dass der Neuling nicht ausreichend auf die Anforderungen im Verkehr vorbereitet worden war. In dem konkreten Fall hatte der Fahrlehrer eine Anfängerin bei der ersten praktischen Ausbildung mit einem Motorrad in den Straßenverkehr geschickt. Er selbst fuhr mit seinem Fahrschul-Auto hinter ihr her und erteilte über Funk Anweisungen.

Beim Anfahren an einer Kreuzung glitt ihr der Kupplungshebel aus den Fingern, sie kam von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen eine Straßenlaterne. Die Frau erlitt schwerste Verletzungen, die zu einem Dauerschaden führten. Nach Ansicht der Richter müssen Fahrlehrer ihre Schüler ausreichend auf die Fahrsituation vorbereiten. Dies gelte insbesondere beim Motorradfahren. Es müssten erst verschiedene Stufen der Ausbildung erreicht werden, bis Anfänger alleine fahren dürfen. Dazu gehöre beispielsweise Balance üben, Einhalten der Sitzposition, Fahren in Schrittgeschwindigkeit sowie Anhalten und Anfahren.



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