Ungeduldiger Rennfahr-Rentner Schumi nahm Taxifahrer das Steuer ab

Von wegen Rennfahr-Rentner: Weil er in Zeitnot war, setzte sich Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher hinters Lenkrad eines Taxis - und fuhr sich, den Fahrer und seine Entourage im Eiltempo zum Flughafen.


Coburg - Am Samstag flog Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher, 38, aus der Schweiz nach Oberfranken. Am Flughafen stieg Schumi in Tuncer Yilmaz' Taxi und ließ sich von dem türkischstämmigen Fahrer nach Kronach kutschieren. Schumi hatte dort ein Rendezvous mit Ed.

Ed ist ein Australian-Shephard-Welp und stammt aus der Züchtung von Frau Löffler. Seit Samstag ist Ed Schoßtier der Familie Schumacher und leistet deren Schäferhunden Bonnie und Shiva Gesellschaft.

Neben Schumis Frau Corinna, den beiden Kindern Gina Maria und Mick kamen eine Freundin der Kinder und ein Leibwächter mit auf Shoppingtour. Bei Welpenkauf und Kaffee habe Schumi sich "ein bisschen festgequatscht", erzählt Silke Löffler im Kölner "Express".

Dann geriet der Rennfahrer in Zeitnot. "Michael musste noch zurück in die Schweiz und am Abend auf einen Ferrari-Termin nach Mailand", erzählt Löffler. "Sein Bodyguard hat dann Druck gemacht." Eilig brach die Gesellschaft auf.

"Na dann rutsch mal rüber"

Mit einem kumpelhaften "na dann rutsch mal rüber" übernahm Schumi Yilmaz' Taxi. Der Fahrer, selbst Inhaber der Firma Taxi Rummler, nahm auf dem Beifahrersitz Platz. Dann startete Schumi den 120 PS starken Kleinbus und brauste los zum Flughafen.

Mit "Karacho" ging es in die Kurve, erzählt Yilmaz der Münchner "Abendzeitung". Der siebenfache Formel-1-Weltmeister habe "an den unmöglichsten Stellen überholt". Zur Belohnung für die rasante Dienstfahrt auf dem Nebensitz soll der Taxifahrer neben den 60 Euro Fahrtkosten 100 Euro Trinkgeld bekommen haben.

Yilmaz bezeichnete die Fahrt als das "turbogeilste Erlebnis" seines Lebens. "Ich auf dem Beifahrersitz, der Schumi fährt - das war ein Wahnsinn", zitiert ihn die "Abendzeitung".

Eine ähnliche Situation stellt der Fiat-Konzern übrigens in einem TV-Werbespot dar: Dort übernimmt Schumacher vom aktuellen Ferrari-Weltmeister Kimi Räikkönen das Steuer und sagt: "Jetzt zeige ich dir mal, wie ein Rentner fährt."

ssu/AFP/dpa



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