Urteil Riskantes Fahren kann den Führerschein kosten

Wer leichtsinnig Auto fährt, setzt seinen Führerschein aufs Spiel - auch wenn es nicht zu einem Unfall kommt. Ein Mann, der durch ein riskantes Überholmanöver seine Fahrerlaubnis verloren hatte, legte Revision ein. Das Oberlandesgericht Braunschweig bestätigte jedoch das Urteil der Vorinstanz.

Braunschweig - Der Autofahrer hatte in einer Rechtskurve eine Fahrzeugkolonne zu überholen versucht, obwohl er die Gegenfahrbahn nicht einsehen konnte. Nur knapp entging er einem Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Schulbus. Seine Revision gegen eine Verurteilung zu 1750 Euro Geldstrafe und fünfmonatigem Führerscheinentzug durch das Amtsgericht Salzgitter wurde vom Oberlandesgericht Braunschweig verworfen.

Als dem Pkw-Fahrer der Bus entgegenkam, versuchten er und auch der Busfahrer eine Vollbremsung - die jedoch zu spät gekommen wäre. Der Autofahrer konnte im letzten Augenblick auf einen Feldweg ausweichen. Beide Fahrer sowie die 30 Schulkinder im Bus blieben unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon.

Gegen das spätere Urteil des Amtsgerichts legte der Mann Revision ein. Es sei ja schließlich nichts passiert, argumentierte er dem Branchendienst "PS Report" zufolge. Irrtum, befanden nun die Richter und verwarfen die Revision als unbegründet. Sein Verhalten im Straßenverkehr sei im Interesse und zum Schutz aller anderen Verkehrsteilnehmer nicht zu tolerieren und die begangene fahrlässige Gefährdung auch in dieser Höhe zu ahnden (AZ: 1 Ss 1/05).

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