US-Automarkt Deutsche fahren Rekorde ein - Toyota überholt Ford

Die meisten deutschen Premium-Marken gehörten 2007 zu den Gewinnern auf dem schwächelnden Automarkt in den USA. Neben der Oberklasse "Made in Germany" zählte auch Toyota zu den Siegern - der japanische Branchenriese verdrängte den US-Konzern Ford vom zweiten Rang.


Frankfurt/Detroit - Die beste Bilanz der deutschen Hersteller auf dem US-Markt wies BMW Chart zeigen auf. Die Verkäufe von BMW und Mini seien 2007 um jeweils mehr als sieben Prozent auf insgesamt 335.840 Einheiten gestiegen, teilte der Münchener Hersteller heute mit. Dies sei das beste Jahresergebnis für die Marken BMW und Mini, das jemals erzielt worden sei.

Verkaufsschlager in den USA: Zum Export eingepackte Audi-Modelle
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Verkaufsschlager in den USA: Zum Export eingepackte Audi-Modelle

Mercedes-Benz blickt in den USA inzwischen auf das 14. Rekordjahr in Folge zurück. Die Zahl der verkauften Neuwagen stieg um 2,2 Prozent auf 253.433. Zu verdanken hatte das der Stuttgarter Autobauer Daimler Chart zeigen vor allem der als Einstiegsmodell verkauften C-Klasse, die um 27 Prozent zulegte.

Auch die Volkswagen-Tochter Audi Chart zeigen hat in den USA 2007 so viele Autos verkauft wie noch nie. Die Verkaufszahlen seien um 3,8 Prozent auf 93.506 gestiegen. Vor allem Spaßautos liefen gut: Der neue Sportwagen TT vervierfachte den Absatz, vom Geländewagen Q7 wurden doppelt so viele Fahrzeuge verkauft. Erst im Dezember brachen die Absatzzahlen um 28,5 Prozent ein, weil die Händler auf dem aktuellen A4, dessen Nachfolger in Kürze auf den Markt kommt, sitzenblieben.

Der Sportwagenbauer Porsche Chart zeigen erhöhte 2007 seine Verkäufe in den USA und Kanada ebenfalls weiter. Der Grund: Der neu aufgelegte Porsche Cayenne, legte in Nordamerika um ein Fünftel zu und verhalf dem Stuttgarter Sportwagenbauer auf seinem wichtigsten Markt zu einem Plus von insgesamt zwei Prozent auf 36.095 Neuwagen - das vierte Rekordjahr in Folge.

Nur Volkswagen Chart zeigen verfehlte den Absatz des Jahres 2006 knapp. Die Marke VW schwächelte und verkaufte im vergangenen Jahr in den USA nur 230.572 Fahrzeuge. Ein Minus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte Volkswagen of America mit. VW schreibt in den USA seit Jahren hohe Verluste. Als Gründe gelten Lücken in der Modellpalette, Schwächen im Vertrieb, der schwache Dollarkurs und Rabattschlachten. Erst 2008 werde wieder ein signifikantes Wachstum in den USA erwartet, gab VW bekannt. Die Modellpalette soll erweitert und Autos speziell für den US-Markt entwickelt werden.

Toyota überholt Ford

Düster sieht es dagegen bei den einheimischen Herstellern Ford Chart zeigen und General Motors Chart zeigenaus. Bei GM gingen die Verkaufszahlen um sechs Prozent auf 3,87 Millionen zurück, bei Ford (einschließlich Volvo, Jaguar und Land Rover) sogar um 11,9 Prozent auf 2,57 Millionen. Damit verlor Ford nach 75 Jahren den zweiten Platz an Toyota Chart zeigen, das mit einem Plus von 2,7 Prozent auf 2,62 Millionen verkaufte Autos kam.

General Motors erklärte den Rückgang mit einer schwächeren Nachfrage im Zuge der Hypothekenkrise und gestiegener Energiekosten. Auch 2008 werde der US-Automarkt wohl nicht wachsen, glaubt GM-Chef Rick Wagoner. Er gehe von einem Absatz auf dem Niveau von 2007 mit etwa 16 Millionen Fahrzeugen aus, sagte er. Die Branche sei aber widerstandsfähiger als viele glaubten, erklärte GM. Erst das zweite Halbjahr werde besser ausfallen. Weltweit werde der Auto-Absatz 2008 auf die Rekordmarke von 74 bis 75 Millionen Fahrzeuge steigen.

Ford-Vertriebsexperten erklärten, der Wind blase dem Konzern auch im neuen Jahr ins Gesicht. Die Autobauer in den USA plagen sich immer noch mit hohen Rabatten und riesigen Lagerbeständen herum, die nur schleppend abgebaut werden. Als Reaktion auf die schlechten Verkaufszahlen gaben auch die Aktien der US-Autobauer nach: Die Aktie von Ford verlor 1,9 Prozent und fiel auf 6,48 Dollar. General Motors sackte um 1,8 Prozent auf 23,96 Dollar ab.

kai/cjp/Reuters/dpa



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