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16. April 2012, 10:16 Uhr

Neue Kennzeichenregelung gefordert

Ein Schild für überall

Zieht ein Autofahrer in einen anderen Landkreis, bekommt er ein neues Kennzeichen und braucht ein frisches Nummernschild. Das kostet Zeit und Geld. Der hessische Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) will die Regelung ändern. Künftig soll ein Nummernschild in ganz Deutschland gültig sein.

Wiesbaden/Kassel - Autofahrer sollen auch bei Umzügen im Bundesgebiet ihr altes Nummernschild behalten dürfen. Das fordert der hessische Verkehrs- und Wirtschaftsminister Dieter Posch. Im Bundesland des FDP-Politikers sei das bereits möglich. "Autofahrer können damit ihre Heimatverbundenheit ausdrücken oder schlicht das Geld für neue Nummernschilder sparen", sagt Posch. Der Politiker will auf der Verkehrsministerkonferenz in dieser Woche für seinen Vorschlag werben.

Die Verkehrsminister von Bund und Ländern treffen sich am Mittwoch und Donnerstag, 18. und 19. April, in Kassel. Bei dem Treffen soll es nicht nur um Nummernschilder gehen, sondern auch um die hohen Kraftstoffpreise.

Posch macht sich in diesem Zusammenhang für eine Regulierung nach dem westaustralischen Modell stark. Dort müssen die Benzinpreise jeweils am Vortag dem Handelsministerium genannt werden und gelten von 6 Uhr an für 24 Stunden. Sie sind dann tagesaktuell für die Autofahrer abrufbar. "Das erschwert Absprachen der Mineralölkonzerne und bringt den Verbrauchern aber Preistransparenz und Planungssicherheit", sagt Posch.

rom/dpa

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