Verkehrsstudie EU-Nachbarn lieben deutsche Autofahrer

Viele Deutsche halten den Fahrstil ihrer Landsleute für forsch und aggressiv - im Ausland haben hiesige Pkw-Piloten hingegen einen blendenden Ruf: Einer neue Studie zufolge halten die Europäer die Deutschen für die besten Autofahrer des Kontinents.


Köln - Die Deutschen sind einer Umfrage zufolge die besten Autofahrer Europas. Bei der Befragung von gut 7200 Teilnehmern aus neun europäischen Ländern landeten die deutschen Autofahrer gleich fünfmal auf Platz eins und viermal auf Rang zwei. Das teilte der Versicherungskonzern Axa am heutigen Donnerstag in Köln mit.

Deutscher im Auto (während der WM, im Juni 2006): Viel besser als sein Ruf
DPA

Deutscher im Auto (während der WM, im Juni 2006): Viel besser als sein Ruf

Mit deutlichem Abstand folgen demnach die Briten und Schweizer auf den Plätzen zwei und drei. Auch die Deutschen selbst hielten sich in der Umfrage für die besten Autofahrer des Kontinents - allerdings bezeichneten zugleich 47 Prozent der Bundesbürger den deutschen Fahrstil als aggressiv.

Zudem hielt fast die Hälfte der 800 befragten Deutschen Frauen für die besseren Autofahrer - nur jeder Fünfte glaubte, Männer seien am Steuer besser. Als größte Bedrohung werteten die Teilnehmer der Studie das Drängeln auf den Straßen: 90 Prozent der Europäer und 94 Prozent der Deutschen nannten zu geringen Abstand als größtes Sicherheitsrisiko.


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Dennoch gab zugleich ein Viertel der deutschen Befragten an, selbst nicht genügend Abstand zu halten - in Europa waren dies nur 21 Prozent. Am sichersten fühlten sich 41 Prozent der Deutschen ausgerechnet auf den Landstraßen. Dabei ereignen sich gerade auf diesen Straßen hierzulande die meisten tödlichen Unfälle.

Für den Axa-Verkehrssicherheitsreport befragte das Marktforschungsinstitut Ipsos von Juli bis August insgesamt 7224 Menschen aus Belgien, Deutschland, Spanien, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Portugal und der Schweiz. In die Studie flossen außerdem Ergebnisse einer früheren Befragung in Frankreich ein.

hil/AFP



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