Verkehrsunfälle 8100 Kinder starben binnen zehn Jahren auf Europas Straßen

Mehr als 8100 Kinder sind in den vergangenen zehn Jahren auf Straßen im EU-Gebiet ums Leben gekommen - jedes zweite saß dabei in einem Auto. Mit einfachen Mitteln könnte die Zahl der Verunglückten deutlich gesenkt werden.
Kinder im Straßenverkehr.

Kinder im Straßenverkehr.

Foto: dapd

Mehr als 8100 Kinder sind in den vergangenen zehn Jahren auf Europas Straßen ums Leben gekommen: Das ist die traurige Bilanz einer neuen Studie  des Europäischen Verkehrssicherheitsrates ETSC. Jedes zweite Kind starb in einem Auto, ein Drittel war zu Fuß unterwegs, 13 Prozent mit dem Rad. Untersucht wurde der Zeitraum zwischen 2006 und 2016.

Dabei könnte die Zahl der getöteten Kinder durch zusätzliche Sicherheitstechnik in den Autos gesenkt werden, so ETSC-Direktor Antonio Avenoso. Vor allem Systeme zur automatischen Drosselung der Geschwindigkeit und Notbremsassistenten würden die Sicherheit steigern. Diese Technik könne für den Schutz von Kindern so wichtig werden wie der Sicherheitsgurt, erklärte ETSC-Direktor Antonio Avenoso.

Aber auch fehlende oder nicht passende Kindersitze bleiben laut der Studie ein Problem. Die Organisation forderte deshalb eine bessere Aufklärung der Eltern und vergünstigte Mehrwertsteuersätze auf Kindersitze. Dies sei unter EU-Recht möglich, werde aber bisher nur von Kroatien, Zypern, Polen, Portugal und Großbritannien genutzt.

Der ETSC fordert mehr Tempo-30-Zonen

Darüber hinaus sollten die EU-Länder mehr Tempo-30-Zonen einführen, forderte der ETSC, vor allem in Gebieten mit vielen Fußgängern und Radfahrern sowie an Schulen. Tempo 30 alleine reiche allerdings nicht, die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung müsse auch überwacht werden.

SWR-Doku über Crashtests: Vision Zero - nie wieder Unfälle?

SWR
ene/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.