Verkrallt Katzen dürfen nicht aufs Blechdach

Über Nachbars Grundstück können Katzen ungestraft streifen. Nicht aber über Nachbars Auto. Bei Zuwiderhandlung droht, so ein jetzt veröffentlichtes Urteil, die volle Härte des Gesetzes.


Katzen haben, so die Richter des Landgerichts Lüneburg, auf einem Auto nichts verloren
DPA

Katzen haben, so die Richter des Landgerichts Lüneburg, auf einem Auto nichts verloren

München - Katzenbesitzer müssen dafür sorgen, dass ihre Tiere nicht die Autos in der Nachbarschaft als Ruheplätzchen oder als Teil ihrer Laufstrecke benutzen. Anderenfalls droht dem Tierhalter ein Ordnungsgeld. Kommt es durch die Katzenkrallen zu einer Lackbeschädigung, seien zusätzlich Schadenersatzforderungen des Autobesitzers zu erwarten, teilt der ADAC unter Hinweis auf ein Urteil des Landgerichts Lüneburg mit.

Das Gericht stellte nach ADAC-Angaben zwar fest, dass in einer Nachbarschaft grundsätzlich eine so genannte Duldungspflicht bestehe, wenn Katzen auf angrenzende Grundstücke laufen. Diese Pflicht ende aber dann, wenn die Katze Fahrzeuge betritt, beschmutzt oder beschädigt.

Das Argument, dass es unmöglich sei, Katzen bei artgerechter Haltung von ihren Gewohnheiten abzubringen, ließ das Gericht nicht gelten.



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