Abgasskandal VW-Fahrer können Autos auf Betrugssoftware prüfen

Im Internet können Kunden von Volkswagen jetzt prüfen, ob in ihrem Dieselfahrzeug die manipulierte Software steckt. Auch Audi-Fahrer können nachgucken, Besitzer von Seat und Skoda müssen sich noch gedulden.

Auto von VW: Eine Internetseite soll Klarheit schaffen
DPA

Auto von VW: Eine Internetseite soll Klarheit schaffen


Nach Audi hat jetzt auch Volkswagen sein Hilfsangebot für Kunden gestartet, die vom Abgasskandal betroffen sein könnten. Die Webseite www.volkswagen.de/info soll Besitzern von Autos und von leichten Nutzfahrzeugen der Marke VW Klarheit verschaffen, ob in ihrem Fahrzeug die manipulierte Software verbaut worden ist. Vergleichbare Angebote von Skoda und Seat werden erst in den kommenden Tagen folgen, sagte ein VW-Sprecher.

Auf der Webseite müssen Kunden die Fahrgestellnummer ihres Wagens eingeben. Ihnen werde dann automatisch angezeigt, ob der Wagen mit der betrügerischen Software ausgestattet ist oder nicht. Alternativ können VW-Kunden auch jeden VW-Händler oder die jeweils nationale Kundenbetreuung kontaktieren.

Die Fahrgestellnummer steht im Fahrzeugschein, in der Zulassungsbescheinigung und ist an mehreren Stellen am Auto eingeprägt.

Das KBA erwartet Lösungsvorschläge bis zum 7. Oktober

Derzeit arbeitet der VW-Konzern an technischen Lösungen, um die betroffenen Modelle nachzurüsten. Die Maßnahmen sollen den zuständigen Behörden noch im Oktober vorgestellt werden, erklärte das Unternehmen. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hatte VW erst kürzlich aufgefordert, bis zum 7. Oktober verbindliche Maßnahmen und einen Zeitplan für die Nachbesserungen vorzulegen.

Vor zwei Wochen war bekannt geworden, dass der VW-Konzern in den USA Abgaswerte von Dieselfahrzeugen mit einer Software manipuliert hatte. Das Programm kann dafür sorgen, dass im Testbetrieb deutlich weniger gesundheitsschädliche Stickoxide gemessen werden als im regulären Betrieb. Die Software ist VW zufolge weltweit in bis zu elf Millionen Fahrzeugen installiert.

mhu/cst/dpa

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insgesamt 107 Beiträge
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Seite 1
king_of_world 02.10.2015
1. Keine Strassenzulassung!
Habe soeben mitbekommen, dass einige Modelle überhaupt jetzt keine Strassenzulassung haben! Dürfen diese Autos weiter benutzt werden? Kann man den neuen VW jetzt in die Mülltone kloppen? Wer zahlt diesen schaden?
Wiedereinaussteiger 02.10.2015
2.
Es ist zum Speien, wie in dieser Angelegenheit dreimal am Tag irgendwelche Artikel ums Eck kommen, und damit dann immer wieder neue Threads aufgemacht werden - statt das Diskutieren zu entkoppeln vom einzelnen Artikel und seinem Redakteur.
smartfon 02.10.2015
3.
Habe soeben gecheckt. Jackpot...
mue3333 02.10.2015
4. Lasst bitte die Kirche im Dorf!
Im Verhältnis zu ausländischen Automobilen rangiert VW in der absoluten Oberklasse. Bevor jemand das Wort erhebt, möge er erst Erfahrung mit italienischen oder französischen Fahrzeugen sammeln und sich überlegen, wie viele Arbeitsplätze und Steueraufkommen an VW hängen. Ich werde auf Grund der hohen Ingenieurleistung und der guten technischen Qualität VW treu bleiben.
whocaresbutyou 02.10.2015
5. Sandkastenhysterie...
Zitat von king_of_worldHabe soeben mitbekommen, dass einige Modelle überhaupt jetzt keine Strassenzulassung haben! Dürfen diese Autos weiter benutzt werden? Kann man den neuen VW jetzt in die Mülltone kloppen? Wer zahlt diesen schaden?
Wenn ihre Quelle tragfähig wäre, hätten sie dort auch die Antworten auf ihre Fragen erhalten. WENN ein Fahrzeug keine "Straßenzulassung" hat, dürfen sie es dort auch nicht betreiben. WENN sie das nicht dürfen, entsteht ihnen dadurch natürlich ein Schaden. WENN ihnen ein Schaden entsteht, muss der Verursacher den regeln. Aber um zu verstehen was hier gerade passiert, muss man die Funktion eines Motorsteuergerätes kennen. Und wer das tut, der weiß, dass der entstandene "Schaden" durch ein Softwareupdate mit neuen Steuerparametern in einer Viertelstunde erledigt ist. Aber sowas macht sich natürlich nicht gut als Schlagzeilen...
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