Sparmaßnahmen Volkswagen stoppt neues Polo-Modell

Der Autobauer VW dünnt aus Kostengründen seine Modellpalette aus. Nach SPIEGEL-Informationen wird es künftig keine zweitürige Variante des Polo mehr geben. Auch der Beetle steht demnach zur Debatte.
VW Polo: 200 Millionen Euro Einsparungspotenzial

VW Polo: 200 Millionen Euro Einsparungspotenzial

Foto: Volkswagen

Martin Winterkorn, Vorstandschef des VW-Konzerns, macht ernst mit dem Sparen. Die Kosten bei der Marke Volkswagen sollen um fünf Milliarden Euro gesenkt werden. Deshalb erhalten Modelle, die nur in geringen Stückzahlen verkauft werden, keine Nachfolger. Vom nächsten Polo wird es nach Informationen des SPIEGEL nur noch eine Variante mit vier Türen geben, der Zweitürer wird gestrichen. Gar keinen Nachfolger erhalten der Eos und möglicherweise auch der Beetle. Allein mit dem Verzicht auf eine Polo-Variante spart VW 200 Millionen Euro. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Betriebsratschef Bernd Osterloh sieht noch deutlich mehr Sparmöglichkeiten. Der Vorstand sollte darauf verzichten, kurz vor der Einführung neuer Modelle noch Änderungen vorzunehmen. VW müsse dann neue Werkzeuge bestellen, der Produktionsstart verschiebe sich, das Vorgängermodell bleibe länger auf dem Markt und sei nur mit Rabatten verkäuflich. VW-Entwicklungschef Hans-Jakob Neußer sorge "da aktuell für mehr Disziplin bei VW", sagt Osterloh, "wenn wir das in allen Marken einhalten, dann liegt da ein Wahnsinns-Einsparungspotenzial".

VW-Chef Winterkorn hatte im Juni vergangen Jahres angekündigt, von 2017 an jährlich fünf Milliarden Euro zu sparen. In der Produktivität habe der Konzern gegenüber der Konkurrenz "erheblichen Nachholbedarf", sagte Winterkorn.