Abgasaffäre Fünf Millionen Autos der Marke VW müssen in die Werkstatt

Jetzt trifft die Abgasaffäre die Kunden: Alle Fahrzeuge der Marke VW mit manipulierter Software müssen in die Werkstatt.

VW-Modelle in den USA: Post von VW
AP/dpa

VW-Modelle in den USA: Post von VW


Volkswagen hat einen Aktionsplan zur Nachbesserung von Dieselwagen mit manipulierter Software präsentiert. Demnach werden rund fünf Millionen Fahrzeuge der Marke VW in die Werkstatt gerufen. Betroffene VW-Kunden werden demnächst per Post informiert, wenn ihre Dieselfahrzeuge nachgebessert werden müssen, teilte der Konzern mit.

Für VW ist das ein herber Schlag. Zwar war bisher bekannt, dass in etwa fünf Millionen Modellen der Marke VW die manipulierte Software verbaut war. Doch der neue Konzernchef Matthias Müller hatte vor Führungskräften gesagt, dass die Software nur in einem Teil der Fahrzeuge aktiviert sei. Deshalb war noch offen, ob tatsächlich alle Fahrzeuge nachgebessert werden müssen. Weltweit ist die Software in elf Millionen Autos der verschiedenen Konzernmarken eingebaut - darunter Audi, Skoda, Seat und die leichten VW-Nutzfahrzeuge.

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Abgasskandal: Wolfsburg - abhängig von VW
Einzelheiten zum Aktionsplan nannte VW aber noch nicht. Volkswagen und die weiteren betroffenen Marken des Konzerns wollen den zuständigen Behörden im Oktober die technischen Lösungen vorstellen.

Die betroffenen Fahrzeuge sind mit dem Dieselmotoren des Typs EA 189 ausgestattet. Dieser wurde in verschiedenen Modellen wie dem Golf sechs, dem Passat der siebten Generation oder der ersten Generation des Volkswagen Tiguan eingesetzt. Dass diese Modelle den Motor enthalten, hatte VW bereits am vergangenen Freitag bekanntgegeben. Der Autokonzern hatte mit einer Software Abgaswerte von Dieselfahrzeugen in den USA manipuliert. Allein für die Nachbesserung der Autos hat Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch 6,5 Milliarden Euro zur Seite gelegt.

Daran erkenne ich, ob mein Auto betroffen ist
    Sicherheit darüber gibt die Motornummer. Diese besteht aus maximal drei Buchstaben und einer Zahl. Sie wird vom Hersteller an einer einsehbaren Stelle des Motorblocks angebracht. Manchmal findet sich die Identifikationsnummer auch im Kaufvertrag. Im VW-Skandal handelt es sich um den Diesel-Motortyp EA 189.
    Eine andere Möglichkeit bietet die Überprüfung der Fahrgestellnummer in der Werkstatt.
    VW weist jedoch darauf hin, dass für die Kunden "momentan gar kein Handlungsbedarf" bestehe. "Alle betroffenen Fahrzeuge sind absolut sicher und fahrbereit", so ein VW-Sprecher. Derzeit arbeitet der Konzern an einer Lösung der Abgasprobleme. Liegt diese vor, sollen alle betroffenen Autos in die Werkstatt gerufen werden.

mhu/Reuters/dpa



insgesamt 170 Beiträge
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Seite 1
tempelhof42 29.09.2015
1. Wer macht das denn überhaupt?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass jeder Käufer das freiwillig macht. Das Auto wird ja durch das Update schlechter (Verbrauch, Leistung). Ich schätze, dass vielen der Umweltaspekt hierbei nicht so wichtig sein wird.
Spiegelleserin57 29.09.2015
2. dies ist betreits der 2. Artikel der die Nachbesserung mit den selben Zahlen ankündigt!
ich möchte gerne mal neue Nachrichten lesen und kann einen Sinn in der Wiederholung nicht erkennen. Die Zahl der 5 Millionen steht wie in einem anderen Artikel berichtet noch gar nicht genau fest. Warum wartet man nicht ab bis der Konzern selbst Daten veröffentlicht? Die betroffenen Eigentümer werden schriftlich benachrichtigt, also bedarf keiner weiteren Info.
flitzpane 29.09.2015
3. VW wird das überstehen...
Und wenn nicht, könnte man auch daraqus noch einen Nutzen ziehen: http://wp.me/p14g2B-yW. Ich glaube dennoch, dass diese Affäre VW zu einem schwierigen Zeitpunkt trifft, denn gerade jetzt wird die Zukunft des Automobils entwickelt....
Anton Waldheimer 29.09.2015
4. geht das wirklich so einfach?
Wenn das so einfach und folgenlos geht, dann frage ich mich warum VW so eine Software eingebaut und aktiviert hat. Auf den negativen Folgen der Deaktivierung scheint VW seine Kunden einfach sitzen lassen zu wollen
tommit 29.09.2015
5. Mister Logik ..?
Zitat von tempelhof42Ich kann mir nicht vorstellen, dass jeder Käufer das freiwillig macht. Das Auto wird ja durch das Update schlechter (Verbrauch, Leistung). Ich schätze, dass vielen der Umweltaspekt hierbei nicht so wichtig sein wird.
dann wird das Auto eben bei der nächsten, modifizierten ASU Prüfung stillgelegt.. Bis dahin kann man wortwörtlich angasen.. Ich glaube schon dass alle das machen werden, anstatt zu laufen... sie nicht..?
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