VW nennt Enddatum für Verbrenner So verabschieden sich die Autokonzerne von Diesel und Benzin

Volkswagen hat angekündigt, wann der Konzern das letzte Auto mit Diesel- oder Benzinmotor bauen wird. Auch andere Hersteller wollen aus dem Verbrennungsmotor aussteigen. Wie seriös sind die Pläne?

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In sieben Jahren soll bei Volkswagen der Anfang vom Ende des Verbrenners beginnen. Von 2026 an beginne "der letzte Produktstart auf einer Verbrennerplattform", hat VW-Chefstratege Michael Jost im Dezember überraschend erklärt. VW setzt - wie die gesamte Branche - auf Elektroantriebe und will sich von Benzinern und Dieseln trennen.

Bis tatsächlich der letzte Verbrenner verkauft wird, dauert es jedoch noch länger, damit rechnet VW laut Jost erst für 2040. Mit dem Komplettausstieg aus Diesel- und Benzinmotoren lässt sich Wolfsburg also Zeit - und ganz verbindlich festlegen möchte sich der Konzern auch nicht: "Das ist kein hartes Ziel, sondern eine Rückrechnung von unserem Bekenntnis zu den Klimaschutzzielen für das Jahr 2050", schränkt ein VW-Sprecher auf Nachfrage ein.

Mit dieser Einstellung ist VW in der Branche nicht allein. Fast alle Konzerne kokettieren mit dem technologischen Komplettumstieg. Daimlers Tochter Smart startet schon im kommenden Jahr.

Doch auf den zweiten Blick wirkt manche Ankündigung eher unverbindlich. So kündigte der schwedische Hersteller Volvo das Ende des Verbrenners für 2019 an - ließ sich jedoch eine große Hintertür offen. So wird von nächstem Jahr an jedes neue Modell entweder mit einem E-Motor, einem Plug-in-Hybridsystem oder einem Mild-Hybrid-System angeboten. Reine Diesel- oder Benzinmotoren werden aber noch in ältere Modelle eingebaut. Wann sich andere Hersteller vom Verbrenner trennen - und was von den Ankündigungen zu halten ist, sehen Sie in der Bildergalerie.



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