Konzernkrise VW will offenbar 40 Modelle streichen

Strategiewechsel bei Volkswagen: In den vergangenen Jahren hatte der Konzern sein Angebot deutlich ausgeweitet, strebte die Weltmarktführerschaft an. Doch die Krise zwingt zum Umdenken.

Volkswagenturm in Wolfsburg
REUTERS

Volkswagenturm in Wolfsburg


Digitaler, effizienter, umweltfreundlicher - so will Volkswagen-Chef Matthias Müller Europas größten Autobauer wieder aus der Krise holen.

Über ein weiteres Puzzleteil seines Strategieschwenks berichtet nun die Wirtschaftszeitung "Handelsblatt": Demnach will der Konzern die Zahl seiner Modelle deutlich reduzieren. Die Vielfalt der Varianten solle auf deutlich unter 300 sinken, heißt es in dem Bericht. Bislang haben die Marken Seat, Skoda, Audi, Porsche und VW etwa 340 verschiedene Modelle in ihren Katalogen.

Auf der Streichliste fänden sich vor allem absatzschwache Fahrzeugtypen wieder, berichtete das "Handelsblatt". Viele Grundtypen werden mit zwei oder vier Türen, Cabrios oder als Kombi angeboten. Die Produktion von Volkswagen sei aber mit jeder Variante immer komplexer und schwerer zu managen geworden, schrieb die Zeitung. Hinzu komme, dass sich die einzelnen Marken gegenseitig die Kunden streitig machten.

Das Unternehmen äußerte sich bislang noch nicht zu dem Bericht.

In den vergangenen Jahren hatte der Konzern sein Angebot deutlich ausgeweitet, um Kunden für sich zu gewinnen. Ziel war es, der weltweit größte Fahrzeugsteller zu werden. Bereits am Donnerstag hatte Müller angekündigt, im Zuge seines Zukunftsplans für 2025 von dieser Strategie wieder abzurücken.

Demnach setzt VW in den kommenden Jahren auf Zukunftsgeschäfte wie neue Mobilitätsdienstleistungen, Elektromobilität, Batterietechnik und selbstfahrende Autos. Dabei soll es durchaus auch wieder einen Aufbau der Modellanzahl geben: Bis 2025 will der Autobauer, der sich besonders lange auf Verbrennungsmotoren fokussierte, mehr als 30 vollelektrische Modelle auf den Markt bringen.

vks/dpa

insgesamt 131 Beiträge
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wunsiedel 18.06.2016
1. VW will offenbar 40 Modelle streichen
Die Überschrift versprach mehr als der Inhalt. Ich hatte mich schon so gefreut, denn ich wollte, dass VW meinen Passat silbergrau streicht. Jetzt muss ich mit der alten Farbe weiterfahren.
OlafKoeln 18.06.2016
2. Ratschlag
Am besten alle Diesel streichen ...
hefe21 18.06.2016
3. Pimp up my Headline
Müsste es dann in der Überschrift nicht heissen "VW will 40 Varianten seiner Modelle streichen"? Und wie heisst die Variante, mit der SPON etwas sehr unwürdig Überschriften und Inhalten die Übereinstimmung verweigert. Ja, genau Klickbetrug, im Schach sinngemäss auch als Eröffnungsfalle bekannt.
Spiegelleserin57 18.06.2016
4. weniger ist manchmal mehr!
dafür die gute Qualität erhalten und dann paßt auch der hohe Preis. Man hat sich einfach verzettelt wie man im Volksmund sagt.
spon-facebook-1288818143 18.06.2016
5. Richtig so
jawohl, schnell weg mit Golf, Passat, Touran, Tuareg, Tiguan, Polo, Scirocco, Beatle & co ;)
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