VW ändert Zeitplan Start des neuen Golf vorgezogen

VW könnte den neuen Golf, das wichtigste Modell der Marke, bereits im November 2012 anbieten und damit deutlich früher als bislang erwartet. Die siebte Generation des Kompaktwagens wird auf einem neuen Technik-Baukasten basieren und auch mit Elektroantrieb angeboten.
VW Golf VI: Der Nachfolger der aktuellen sechsten Generation soll bereit 2012 kommen

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Der Golf VII, so hatte es bisher immer geheißen, werde im Jahr 2013 auf die Straßen kommen. Obwohl dies in Wolfsburg nie bestätigt wurde, rechneten zahlreiche Branchenexperten mit einer Vorstellung des komplett neuen Kompaktautos auf der IAA im Herbst 2013; die größte deutsche Autoausstellung IAA findet alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Autosalon in Paris statt. Nun aber wird dieser Zeitplan deutlich gestrafft. Wie die Branchenzeitung "Automobilwoche" vermeldet, werde der neue Golf bereits im November 2012 vorgestellt. Diese Information komme "aus dem Umfeld von VW-Konzernchef Martin Winterkorn".

Der Zeitplan, wann der neue VW Golf auf die Straßen kommt, ist für das gesamte Segment der Kompaktklasse von Bedeutung, denn hier sind auch nahezu alle Konkurrenten wie Opel und Ford, die PSA-Marken Peugeot und Citroën sowie die meisten anderen Hersteller mit wichtigen Modelle im Rennen. Was das Debüt des Golf VII besonders machen wird, ist auch die neue technische Plattform, auf der das Auto basiert.

Es handelt sich um den so genannten modularen Querbaukasten (MQB), der mit dem neuen Audi A3 im Sommer 2012 erstmals auf die Straßen kommen wird, und auf dem laut VW-Unterlagen, aus denen die "Automobilwoche" zitiert, "aktuell für fünf Marken unseres Konzerns 37 Modelle" entwickelt würden. Die Technik-Matrix für Fahrzeuge mit quer eingebautem Frontmotor ermöglicht dem VW-Konzern erhebliche Synergieeffekte und damit hohe Kostenersparnisse.

Ein Baukastensystem drückt die Kosten

Die Blaupause des Baukastensystems, bei dem zahlreiche Komponenten in den unterschiedlichsten Automodellen immer wieder zum Einsatz kommen, lieferte vor vier Jahren der modulare Längsbaukasten (MLB), der mit dem auf der damaligen IAA in Frankfurt am Main vorgestelltem Audi A4 debütierte. Die Einsparungen durch diese Technikplattform, die für zahlreiche Modelle mit längs eingebauten Motoren genutzt werden könne, gehen nach den Worten von Konzernchef Winterkorn "in die Milliarden".

Im nächsten Jahr also soll der zweite Streich in dieser Hinsicht folgen. Was den Golf betrifft, so wird 2013 weiterhin ein sehr wichtiges Jahr werden. Dann nämlich soll eine Variante des Kompaktwagens mit Elektroantrieb auf den Markt kommen. In internen Unterlagen, aus denen die "Automobilwoche" zitiert, heißt es, VW werde den E-Golf als "vollwertigen Fünfsitzer als leistungsstarkes E-Fahrzeug - also nicht als Verzichtsauto - auf die Straße bringen". Über den Preis des Autos sickerte jedoch noch nichts durch. Alles, was dazu bislang geäußert wird, ist die Floskel, das Elektroauto werde "erschwinglich" sein.

jüp
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