VW Golf Variant Weltpremiere für 36 Zentimeter

Im Weltpremierenreigen des Genfer Salons tanzen natürlich auch die Wolfsburger mit. VW wird auf der Messe, die am kommenden Donnerstag offiziell beginnt erstmals die Kombi-Version der aktuellen Golf-Baureihe vorstellen, den Golf Variant.


Warum erst jetzt, mag sich mancher fragen. Und es verwundert ja tatsächlich, dass Volkswagen erst dreieinhalb Jahre nach dem Debüt des normalen Golf die Kombi-Version des Autos nachschiebt. In der Zwischenzeit wurde der GTI-Mythos wiederbelebt, die Luxusvariante R 32 auf den Markt gebracht, der etwas voluminösere Golf Plus lanciert und schließlich auch ein auf SUV geschminkter Cross-Golf.

Die eigentlich logische Fortsetzung des Golf - nämlich das Modell mit Kombiheck fehlte bislang. Zwar wurde der alte Golf in Kombiform noch bis ins letzte Jahr gefertigt, doch lediglich vier Prozent der gesamten Golf-Kundschaft interessierte sich für den Wagen. Nun endlich ändert sich das Angebot.

VW hätte es besser wissen können. Denn von den beiden bisherigen Golf-Variant-Modellen wurden seit dem Debüt 1993 insgesamt mehr als 1,2 Millionen Autos verkauft. Ab Juni soll jetzt das aktuelle Kombimodell bei den Händlern stehen und an diesen Erfolg anknüpfen. Im Unterschied zum Standard-Golf wurde das Heck des Variant um 36 Zentimeter verlängert, was den Wagen auf jetzt 4,56 Meter streckt. Der zusätzliche Platz reicht nun für fünf Insassen und 690 Liter Gepäck; oder, falls die Rücksitzbank umgelegt wird, für ein Fassungsvermögen von 1550 Liter bei einem völlig ebenen Ladeboden.

Neue, für VW sehr ungewöhnliche Rückleuchten

Auffälligstes und zugleich untypischstes Detail des neuen Golf Variant sind die Rücklichter. Sie erinnern in ihrer Form an ähnliche Bauteile von Mercedes oder Saab. Laut VW sind sie so gestaltet, um eine möglichst große Heckklappenbreite zu erhalten; deshalb wurden die Leuchteinheiten komplett in die Kotflügel gerückt. Auch der leichte Knick in der Heckpartie ist neu für VW. Er lässt den Golf von hinten eleganter wirken als bislang - erschwert aber zugleich die schnelle Identifikation des Wagens als VW. Aber das ist wohl Gewöhnungssache.

Vier Motoren bietet VW zunächst für den Variant an. Zwei Benziner mit 102 und 140 PS, wobei es sich bei dem stärkeren Aggregat um den TSI-Motor mit kombinierter Turbo- und Kompressoraufladung handelt. Außerdem zwei Dieselmaschinen mit 105 und 140 PS, wobei der kleinere TDI-Motor nach VW-Angaben mit 5,2 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer klarkommt, was einem CO2-Ausstoß von 137 g/km entspricht. Die Preise für den neuen Golf Variant mag VW vorerst noch nicht verraten, die sollen erst beim Autosalon in Genf verkündet werden.

jüp

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