Abgasskandal Kraftfahrt-Bundesamt genehmigt erstes Nachrüstsystem für VW-Diesel

Die Technik könnte ein Ausweg für VW-Besitzer sein, die von Fahrverboten betroffen sind: Für 60 Modelle mit den Skandal-Dieselmotoren gibt es nun das erste zugelassene Abgasfilterset zum nachträglichen Einbau.
VW-Dieselmotor des Typs EA189

VW-Dieselmotor des Typs EA189

Foto: Julian Stratenschulte/DPA

Nach Volvo und Daimler können bald auch Dieselautos von Volkswagen mit zu hohen Schadstoffwerten nachgerüstet werden. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) veröffentlichte die Betriebserlaubnis für Systeme des Herstellers Baumot.

Diese umfassten Nachrüstsysteme für über 60 Fahrzeugmodelle des VW-Konzerns, darunter Volkswagen, Audi, Skoda und Seat, teilte das Unternehmen aus Königswinter mit. (Eine vollständige Übersicht über die jeweiligen Fahrzeugtypen finden Sie hier ).

Auch Nachrüstsysteme für BMW sollen bald verfügbar sein

Ziel der Nachrüstungen ist es, Fahrverbote für Dieselautos der Abgasnorm Euro 5 zu vermeiden. Nach den Vorgaben des KBA dürfen die umgerüsteten Autos im Realbetrieb noch 270 Milligramm Stickoxid je Kilometer ausstoßen, um von Fahrverboten verschont zu werden.

Baumot kündigte an, zügig mit der Produktion und Auslieferung der Systeme zu beginnen. In Kürze werde man zudem weitere Nachrüstsätze für Modelle anderer Hersteller vorstellen. Auch für Fahrzeuge von BMW werden demnächst Genehmigungen erwartet.

Deutsche Hersteller hatten sich nach langer Debatte auf Zuschüsse für Hardware-Nachrüstungen eingelassen. VW hatte wie Daimler zugesagt, seine Kunden in bestimmten Regionen bei der Hardware-Nachrüstung mit bis zu 3000 Euro zu unterstützen. Die Gesamtkosten für den Einbau werden auf 1400 bis 5000 Euro geschätzt.

ene/dpa
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