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Warnwesten-Pflicht: Gilt auch für Prostituierte

Foto: David Ramos/ Getty Images

Warnwesten-Pflicht für Prostituierte Grellgelbe Engel in Spanien

Das ist Reizwäsche der besonderen Art: Um sie vor Verkehrsunfällen im klassischen Sinn zu schützen, müssen Gunstgewerblerinnen am Straßenstrich von Els Alamus in Spanien künftig Warnwesten tragen. Die sind vielleicht nicht ganz so verführerisch, aber dafür gut zu sehen.

Jose Maria Bea, Bürgermeister von Els Alamus im Nordosten Spaniens, ist ein Mann mit Prinzipien und achtet die Gesetze. Und die besagen nun einmal, dass jemand, der in Spanien an einer Landstraße steht, eine Warnweste tragen muss. Soweit die spanische Straßenverkehrsordnung. Und die wird in Els Alamus nun bedingungslos durchgesetzt. In dem Ort stehen nun aber nicht nur Autofahrer, deren Pkw liegen geblieben sind, am Straßenrand, sondern auch zahlreiche Prostituierte. In Spanien findet man derlei an zahlreichen Hauptverkehrsstraßen - Prostitution findet weniger in Rotlichtvierteln als vielmehr auf dem Straßenstrich statt.

In Els Alamus jedoch soll diese Art der sexuellen Dienstleistung künftig besonders sicher angebahnt werden: Die Warnwesten-Pflicht gilt, streng nach der Straßenverkehrsordnung, dort nun auch für die Prostituierten. Die Damen, bislang eher mit Hot Pants, Tank-Tops, Strapsen oder Spitzen bekleidet, leuchten nun in reflektierendem Orange oder phosphorisierendem Gelb am Straßenrand.

Wie spanische Medien berichten, haben sich die Prostituierten mittlerweile der restriktiven Auslegung der Straßenverkehrsordnung angepasst. Schließlich hatte Bürgermeister Bea die örtlichen Polizisten angewiesen, das ansonsten fällige Bußgeld von 40 Euro zu kassieren.

Wer weiß, eventuell kurbelt die neue Sichtbarkeit der Damen das ansonsten eher schummrig beleuchtete Gewerbe sogar an. In einigen Monaten dürften dazu Erkenntnisse vorliegen. So könnte die Warnweste sogar noch zur Reizwäsche werden.

grü