Wiedereröffnung des BMW-Museums Münchner Schüsselerlebnis

Als "Museumsschüssel" wurde der Rundbau neben der BMW-Zentrale in München bekannt. Jetzt hat der Konzern sein Marken-Museum deutlich erweitert und eröffnet es wieder - SPIEGEL ONLINE macht schon vorher einen Rundgang.


Etwa einen Kilometer lang zieht sich der Rundgang durch das neue BMW-Museum. Wer diesen Spaziergang auf dem Bitumenterrazzo-Boden aus geschliffenem Asphalt unternimmt, spaziert durch sieben Themenblöcke, 25 Ausstellungsbereiche und vorbei an insgesamt 125 Exponaten. Am Donnerstag wurde das neue, jetzt um das fünffache auf 5000 Quadratmeter Ausstellungsfläche erweiterte Museum von BMW-Chef Norbert Reithofer geladenen Gästen gezeigt - an diesem Samstag folgt nun die Publikumseröffnung.

BMW erwartet in dem von Architekten Uwe R. Brückner und den Berliner Mediengestaltern von Art+Com erweiterten Unternehmensmuseum pro Jahr rund 400.000 Besucher. "Wir sind glücklich, dass uns ein innovatives und modernes Museumskonzept gelungen ist", erklärte BMW-Lenker Reithofer. "Das Wissen um unsere Herkunft, die Erfahrungen und Entwicklungen, die unser Unternehmen durchlaufen hat, geben uns Orientierung, Kraft und Inspiration für unsere Arbeit." Ausdrücklich sollen nicht nur BMW-Klassiker wie etwa das Minimobil Isetta oder der legendäre Roadster 507 zu Schwärmereien über die angeblich so gute alte Autozeit anregen, sondern auch Studien und Konzeptautos in die Zukunft verweisen.

Für Besucher, die es genau wissen wollen, werden zirka eineinhalbstündige Führungen durchs BMW-Museum angeboten. Und wie es sich für ein komplettes Museum gehört, hat auch dieses ein Café und einen Shop, in dem laut BMW-Pressetext "abschließend Erinnerungen an einen unvergleichlichen Tag im BMW Museum erworben werden" können. Noch lieber aber wäre es den Initiatoren der ganzen Schau, wenn möglichst viele der Interessierten bei nächster Gelegenheit gleich einen BMW erwerben würden. Denn hinter dem ganzen Aufwand steckt natürlich immer noch ein Unternehmen mit Gewinnabsicht. Norbert Reithofer drückte es so aus: "So hilft uns die Vergangenheit, unsere Zukunft zu gestalten."

jüp



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