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Homo- und Heteropärchen auf Ampeln: Wiens gleichgeschlechtliche Verkehrszeichen

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Homo- und Heteropärchen auf Ampeln Stopp - im Namen der Liebe

Statt einsamer Männchen sind auf Wiener Fußgängerampeln bald verliebte Pärchen zu sehen - und zwar heterosexuelle wie auch schwule und lesbische. Die Stadt verspricht sich von der Aktion mehr als nur einen PR-Gag.

Grünes Licht für mehr Toleranz: In Wien weisen neben klassischen Ampelmännchen künftig auch schwule, lesbische und heterosexuelle Pärchen Fußgängern den Weg. Händchenhaltend und mit Herzen versehen ist klar: Hier geht es um Liebe - egal ob hetero oder homo.

Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt - Österreichs Hauptstadt richtet in den kommenden Wochen gleich zwei Großveranstaltungen aus, den Eurovision Song Contest und den Life Ball, Europas größte Benefizveranstaltung im Kampf gegen die Immunschwäche Aids.

Die auffälligen Pärchen sollen aber auch einen praktischen Nutzen haben und die Verkehrssicherheit in den Vordergrund rücken: "Mit den neuen Ampelsymbolen soll die Aufmerksamkeit an den Wiener Ampeln erhöht und Unfälle verhindert werden", so Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne).

Vorreiter: Erste Ampeln sind bereits umgerüstet

Vorreiter: Erste Ampeln sind bereits umgerüstet

Foto: Roland Schlager/ picture alliance / dpa

Insgesamt 49 Ampeln sollen in den kommenden Tagen mit den neuen Symbolen ausgestattet werden. Die ersten Paare sind bereits zu besichtigen - zum Beispiel am Wiener Universitätsring. Hier halten zwei Frauen Händchen und mahnen die Fußgänger zum Warten. Sobald das Überqueren erlaubt ist, zeigt die Ampel das lesbische Paar in Grün - gehend und mit einem Herzchen.

Um herauszufinden, ob sich die Hingucker tatsächlich positiv auf das Verkehrsverhalten der Fußgänger auswirkt, wird der Pilotversuch wissenschaftlich begleitet, teilte das Wiener Rathaus mit. Bis Mitte Juni werden die verschiedenen Ampelsymbole getestet.

Die Stadt Wien erprobt derzeit verschiedene Ansätze für die Sicherheit von Verkehrsteilnehmern. So testet die österreichische Hauptstadt auch Fußgängerampeln, bei denen die Wartezeit angezeigt wird. Etwa als Sanduhr. Ist der Sand abgelaufen, erscheint auf der Fußgänger-Ampel wieder das Grünsignal. So soll die subjektive Wartezeit verkürzt werden, heißt es bei der Stadt .

mit Material von dpa