WM-Sponsor Mercedes und DFB fahren weiter zusammen

Hyundai ist einer der Hauptsponsoren der Fußball-WM. Im Autoland Deutschland darf das natürlich nicht unbeantwortet bleiben. Deshalb hat Mercedes-Benz seinen Vertrag mit dem DFB vorzeitig um weitere sechs Jahre verlängert. Teammanager Bierhoff bekommt eine Spezialaufgabe.


"Wir stehen aus voller Überzeugung und langfristig zu unserem Engagement für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft", sagte gestern Daimler-Chrysler-Vorstandschef Dieter Zetsche bei einer Pressekonferenz im Medienzentrum des Deutschen Fußball Bunds (DFB) in Berlin. Damit sichert sich der Stuttgarter Autohersteller, der den DFB seit 1972 mit Mannschaftsbussen unterstützt und seit 1990 Generalsponsor des Verbands ist, vor dem zweiten Gruppenspiel der deutschen Elf gegen Polen einen Teil der Aufmerksamkeit, auf die eigentlich der koreanische Hersteller Hyundai als Fifa-Hauptsponsor hofft.

Vertragsabschluss: Mercedes und DFB fahren weiter gemeinsam
GES

Vertragsabschluss: Mercedes und DFB fahren weiter gemeinsam

Der neue Vertrag zwischen Mercedes und DFB läuft bis Ende 2012. Er umfasst weiterhin die Fahrzeugflotte zur Beförderung der Nationalmannschaft sowie einen Fahrservice bei Länderspielen. Darüber hinaus soll Teammanager Oliver Bierhoff künftig die "Kommunikationsaktivitäten des Generalsponsors begleiten", wie es in einer Mitteilung des Automobilherstellers heißt. Außerdem soll die Nachwuchsförderung in Zukunft einen besonderen Stellenwert genießen, weil damit unter anderem die Integration vorangetrieben werden könne.

Mercedes würde, sofern die deutsche Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft gewinnen sollte, noch einmal im Mittelpunkt der Öffentlichkeit stehen. Denn selbstverständlich würden die Fahrzeuge für einen Autokorso mit der Siegermannschaft durch Berlin von den Schwaben gestellt. Ausreichend Cabriolets haben sie ja im Programm, und Erfahrung ebenso. Denn bereits 1954 und 1990 fuhren die Spieler in Mercedes-Modellen durch das Spalier der jubelnden Fans. Beim WM-Sieg 1974 fand dagegen kein Korso statt - jedenfalls gibt es im Mercedes-Archiv keinerlei Hinweise darauf.



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