Treibstoff aus Vorratsbehälter ausgetreten VW ruft 21.000 Touran-Fahrzeuge zurück

Wegen der Gefahr berstender Tankflaschen ruft VW 21.000 Fahrzeuge des Modells Touran zurück. Zuvor war es bei einem erdgasbetriebenen Wagen zu einem Unfall gekommen.
Erdgasfahrzeug nach Bersten des Tanks: Rückruf für Touran-Modelle

Erdgasfahrzeug nach Bersten des Tanks: Rückruf für Touran-Modelle

Foto: Hauke-Christian Dittrich / picture alliance/dpa

Weil Teile des Tanks durchrosten und schlimmstenfalls bersten können, holt Volkswagen vorsorglich rund 21.000 erdgasbetriebene Modelle des Touran in die Werkstätten. In Deutschland erstrecken sich die sicherheitsrelevanten Prüfungen laut Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) auf etwas mehr als 8300 Siebensitzer-Exemplare.

Laut VW kann es in einzelnen Wagen an den hinteren zwei der vier Gasflaschen, die bei Routinechecks nicht ganz von außen eingesehen werden können, zu unbemerkter Korrosion kommen – mit langfristiger Materialschwächung und »im ungünstigsten Fall« schlagartigem Austritt des CNG-Gemischs.

Daher sollen die betroffenen Autos intensiv untersucht werden, teilte VW mit. Bei »umfangreichen Qualitätsüberprüfungen« habe man das Problem festgestellt, die Besitzer würden jetzt angeschrieben. Die Autos würden genau inspiziert, Gasflaschen bei Bedarf vorläufig deaktiviert oder ersetzt. Es gehe um CNG-Varianten des Touran aus dem Modelljahr 2006 sowie zwischen 2010 und 2015.

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Im April hatte sich ein Touran-Fahrer im ostfriesischen Wittmund Verbrennungen an den Beinen zugezogen, als während des Tankens der gasförmige Treibstoff plötzlich aus einem Vorratsbehälter ausgetreten war.

Nicht zum ersten Mal gibt es bei VW-Erdgasmodellen Schwierigkeiten mit den Tanks beziehungsweise Flaschen. Eine frühere Austauschaktion lief auch für entsprechende Ausgaben des Passat und des Caddy, in denen die Wandstärke durch Rosten unter ein kritisches Maß sinken konnte. Im niedersächsischen Duderstadt barst 2016 eine Flasche und verletzte den Fahrer schwer. Mehrere Tankstellenkonzerne hatten daraufhin ihren Stationen empfohlen, vorübergehend kein Erdgas mehr zu verkaufen.

mmq/dpa
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