Ende der Bauarbeiten am Streckennetz Von Berlin nach Hamburg wieder in weniger als zwei Stunden

Ab Sonntag soll die am stärksten genutzte Bahnverbindung in Deutschland wieder funktionieren. Die Deutsche Bahn hat die Schnellfahrstrecke in den vergangenen Monaten saniert.
ICE am Berliner Hauptbahnhof

ICE am Berliner Hauptbahnhof

Foto: Christoph Soeder/DPA

Nach drei Monaten Bauarbeiten auf der Schnellfahrstrecke zwischen Berlin und Hamburg sollen die Züge ab diesem Wochenende wieder ohne Umleitungen und Unterbrechungen unterwegs sein. Die Sanierungsarbeiten auf der Strecke würden am Samstag wie geplant abgeschlossen, teilte die Deutsche Bahn mit. »Zum Fahrplanwechsel am Sonntag, 12. Dezember, fahren die Züge wieder mit Tempo 230 zwischen den Metropolen.« Dann soll die Fahrzeit wieder wie gewohnt knapp unter zwei Stunden betragen.

Seit September wurde die Strecke zwischen Berlin-Spandau und Büchen für rund 100 Millionen Euro saniert. Laut Bahn wurden dafür rund 400 Kilometer neue Schienen verlegt und 24 neue Weichen eingebaut. Etwa 30.000 Tonnen Schotter seien zudem ausgetauscht sowie die Leit- und Sicherungstechnik erneuert worden.

Die 290 Kilometer lange Strecke zwischen Berlin und Hamburg war bis 2004 für die Höchstgeschwindigkeit von 230 Kilometern pro Stunde ausgebaut worden. Nun stand turnusmäßig die Modernisierung an.

Die Strecke gehört normalerweise mit im Schnitt rund 17.000 Fahrgästen pro Tag zu den am stärksten genutzten Verbindungen in Deutschland. Ab Sonntag verkehren laut Bahn täglich wieder rund 60 Züge zwischen Hamburg und der Hauptstadt. Während der Bauarbeiten war das Angebot auf rund 50 Züge pro Tag reduziert worden. Die Fahrzeiten hatten sich zudem deutlich verlängert, weil die Züge umgeleitet werden mussten.

sug/dpa-AFX