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Elektromobilität Hybridautos haben zweifelhafte Klimabilanz

Zahlreiche Plug-in-Hybride stoßen enorme Mengen CO₂ aus - das hat die Deutsche Umwelthilfe herausgefunden. Die Organisation fordert, Steuerrabatte und Kaufprämien für die Autos abzuschaffen.
aus DER SPIEGEL 36/2020
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf der Internationalen Automobil Ausstellung 2019

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf der Internationalen Automobil Ausstellung 2019

Foto: Michael Probst / AP

Die staatlichen Hilfen für Autos mit einer Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor (Plug-in-Hybride) geraten zunehmend in die Kritik. Anlass ist der hohe CO₂-Ausstoß, wenn die Wagen ohne Elektromotor fahren.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat eine Reihe solcher Modelle getestet. Spitzenreiter war ein Porsche Cayenne mit einem Ausstoß von 429 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer im Sportmodus und 224 Gramm im Normalmodus. Beides liegt weit über dem ausgewiesenen Grenzwert von 90 Gramm pro Kilometer.

"Es ist nicht akzeptabel, dass ein solches Auto als Dienstwagen mit einem Steuerrabatt gefördert wird", sagt DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch. Porsche hält die Tests für nicht aussagefähig.

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Kommende Woche wird Resch Beispiele anderer Hersteller mit ähnlich zweifelhafter Ökobilanz vorstellen, die zudem Tausende Euro Kaufprämie bekommen. Resch fordert, staatliche Vergünstigungen für Plug-in-Hybride abzuschaffen. Die Hersteller wollen das verhindern und weitere Corona-Hilfen ergattern. Dies soll auf dem Autogipfel bei Kanzlerin Angela Merkel am 8. September geschehen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die Konzerne dabei unterstützen.

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