Scholz über 9-Euro-Ticket »Es war eine der besten Ideen, die wir hatten«

Ende August läuft das 9-Euro-Ticket aus. Bundeskanzler Olaf Scholz sieht die Aktion als großen Erfolg – und kündigte Gespräche über eine Nachfolgeregelung an.
Bundeskanzler Scholz (SPD)

Bundeskanzler Scholz (SPD)

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CLEMENS BILAN / EPA

Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich als Fan des 9-Euro-Tickets gezeigt. Es sei »eine der besten Ideen, die wir hatten«, sagte der SPD-Politiker beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung. Das günstige bundesweite Ticket für den Nahverkehr habe gezeigt, was möglich sei – und auch, wo bisher Schwierigkeiten beim Bahnfahren lägen.

Scholz sagte, Ticketkäufe seien vielen Bürgern wegen der unterschiedlichen Tarifstrukturen zu kompliziert. Sinnvoll seien größere Tarifverbünde und einfachere Strukturen. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) berate nun mit den Ländern, welche Schlüsse man aus diesen Erfahrungen ziehen müsse. Es sei zu prüfen, wie die »Bequemlichkeit, Benutzbarkeit, vielleicht auch die Bezahlbarkeit« im öffentlichen Nahverkehr besser geregelt werden könne.

Zu einer möglichen Nachfolge für das 9-Euro-Ticket, das Ende August ausläuft, äußerte sich Scholz auf Nachfrage von Bürgern nicht.

SPD verlangt Tempo

Die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Dorothee Martin, forderte eine rasche Diskussion mit den Ländern. Der von Wissing vorgesehene Zeitplan passe nicht, sagte sie dem »Redaktionsnetzwerk Deutschland«. Martin: »Wenn wir zu Beginn 2023 ein neues bundesweites Ticket einführen wollen, muss der Prozess dafür jetzt beginnen und der Zeitplan klar sein. Im Oktober, wie vom Verkehrsminister avisiert, ist das zu spät.«

Das 9-Euro-Ticket war als Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung für die Monate Juni, Juli und August beschlossen worden, um Verbrauchern angesichts der hohen Inflation zu helfen. Finanzminister Christian Lindner (FDP) hatte betont, dass er im Bundeshaushalt keinen Spielraum für eine Fortsetzung sehe.

sms/dpa/Reuters
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