Alfa 156 Bestseller mit Sportausrüstung

Stellen Sie sich vor, es gibt einen neuen Alfa 156, und keiner hat's gemerkt. Groß auffallen wird die zweite Generation des italienischen Bestsellers jedenfalls nicht. Einen Showeffekt setzt Alfa in seiner erfolgreichsten Baureihe lediglich mit den sportlich getrimmten GTA-Varianten.


Alfa Romeo 156 GTA - In 6,3 Sekunden von Null auf 100 km/h

Alfa Romeo 156 GTA - In 6,3 Sekunden von Null auf 100 km/h

Zu erkennen sind der Alfa 156 GTA und Alfa Sportwagon GTA am aerodynamischen Outfit, bestehend aus neu geformten Kotflügeln, Front- und Heckschürzen sowie seitlichen Schwellerleisten. Mehr was fürs Auge sind die Doppelrohrabgasanlage mit verchromten Endrohren sowie die 17-Zoll-Leichtmetallfelgen auf denen Reifen der Dimension 225/45 gezogen wurden.

Der Grund für die sportliche Aufmachung steckt unter der Haube: ein neuer 3,2-Liter-Motor, der 184 kW (250 PS) leistet und aus seinen sechs Zylindern ein maximales Drehmoment von 300 Newtonmeter schöpft. Das Triebwerk scheucht beide Fahrzeuge in 6,3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und weiter bis zur 250 km/h-Markierung. An Leistungsschub angepasst wurden deshalb auch Fahrwerk, Bremsanlage, Lenkung und Getriebe.

Neu geformte Kotflügel und seitliche Schwellerleisten

Neu geformte Kotflügel und seitliche Schwellerleisten

Die Verteilung der Antriebskraft managt ein serienmäßiges ASR (Anti Slip Regulation); auf die VDC wurde zugunsten eines kompromisslos sportlichen Handlings verzichtet. Vorne setzt Alfa Romeo innenbelüftete Scheibenbremsen mit einem Durchmesser von 305 Millimetern ein, für die hinteren Scheiben beträgt dieser Wert 276 Millimeter.

Bei den "zivilen" Serienvertretern der 156er-Modellreihe verstecken sich die wesentlichen Änderungen unterm Blech. Limousine und Kombi fahren jetzt mit erweiterter Komfort- und Sicherheitsausstattung sowie mit zwei neuen Motoren. Ein 110 kW (150 PS) starker Common-Rail-Turbodiesel und ein neuer Benzindirekteinspritzer mit 121 kW (165 PS) ergänzen das Motorenprogramm.

Alfa Romeo 156 2.0 JTS - bessere Ausstattung bereits in der Basisversion

Alfa Romeo 156 2.0 JTS - bessere Ausstattung bereits in der Basisversion

So enthält bereits die neue Basisversion "Progression" serienmäßige Features wie eine Dual-Zonen-Klimaautomatik und eine Audioanlage mit 4x40 Watt Musikleistung. Ebenfalls an Bord: asymmetrisch teilbare Rückbank (Sportwagon), mittlere Armauflagen vorne und hinten, Nebelscheinwerfer, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, in Wagenfarbe lackiert, Fernbedienung für die Zentralverriegelung sowie Lederlenkrad und Lederschaltknauf.

Eine Komplettlederausstattung, CD-Player und neue Leichtmetallfelgen erweitern unter anderem in der Version Distinctive das Ausstattungsspektrum. Gegen Aufpreis gibt's das erstmals im Alfa 147 gezeigte Connect-Telematik-System und eine Bose-HiFi-Anlage.

Neu konzipiert wurden auch die Mittelkonsolen aller Alfa 156- und Alfa Sportwagon-Versionen, jetzt mit mittlerem Multifunktionsdisplay und integriertem Tripcomputer. Sicherheitstechnisch sind jetzt alle Versionen serienmäßig mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm VDC (Vehicle Dynamic Control) inklusive Bremsassistent sowie Isofix-Kindersitzbefestigung an der Rückbank ausgerüstet.

Erstmals findet sich in der Alfa-Motorenpalette jetzt auch ein Benzindirekteinspritzer. Der 2.0 JTS (Jet Thrust Stoichiometric) ersetzt im Alfa 156 und Alfa Sportwagon den 2.0 T.Spark mit 110 kW (150 PS). Allerdings wurde er nicht als Sparmotor, wie bei Benzindirekteinspritzern üblich, sondern image-gerecht als Sportmotor konzipiert.

Neu konzipierte Mittelkonsole mit Multifunktionsdisplay und integriertem Tripcomputer

Neu konzipierte Mittelkonsole mit Multifunktionsdisplay und integriertem Tripcomputer

Mit einer Literleistung von mehr als 60 kW und einem spezifischen Drehmoment von über 100 Newtonmeter pro Liter entspricht der stärkste Benzindirekteinspritzer seiner Hubraumklasse einem herkömmlichen 2,3-Liter-Motor. Er beschleunigt den Wagen von 0 auf 100 km/h in 8,2 Sekunden, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h und soll ohne den Einsatz von schwefelarmem Benzin die strenge Abgasnorm EU 4 erfüllen.

Auch der überarbeitete Common-Rail-Turbodiesel 2.4 JTD ist stärker geworden. Der Fünfzylinder schraubt mit seinen 110 kW (150 PS) die Höchstgeschwindigkeit der Limousine von 205 auf 212 km/h, soll im Verbrauch mit 6,6 Liter Diesel aber noch unter dem Durchschnitt des Vorgängers bleiben.

Weiterhin im Programm sind darüber hinaus der kleinere Common-Rail-Turbodiesel 1.9 JTD mit 85 kW (115 PS) sowie die Vierzylinder-Benziner 1.6 T.Spark mit 88 kW (120 PS), der 1.8 T.Spark mit 103 kW (140 PS) sowie der auf Komfort ausgelegte, klassische 2.5 V6 24V. Er leistet 141 kW (192 PS) und ermöglicht bei Bedarf 230 km/h Höchstgeschwindigkeit.



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