Cadillac CTS Sein und Design

Getestet wurde er auf dem Nürburgring, gezeigt wird er erstmals in Frankfurt auf der IAA: der Cadillac CTS bildet den Auftakt zu einer neuen Modell-Serie, mit dem die Luxusmarke von General Motors wieder weltweit Flagge zeigen will - mit europäischem Qualitätsstandards und einem radikalen Design-Schnitt.


Die Designer verpassten dem neuen Cadillac strenge Linien

Die Designer verpassten dem neuen Cadillac strenge Linien

Auffälliges Merkmal des neuen Cadillac-Stils ist eine keilförmige Karosserie mit strengen Linien und Kanten, hohem Heck und kurzem Überhang vorn, wie sie bereits bei der Roadster-Studie "Evoq" zu sehen war. Auch wenn diese Form sehr europäisch wirkt, ruft sie Erinnerungen an die große Ära der amerikanischen Luxusmarke wach. "Der CTS ist eine moderne Interpretation der außergewöhnlichen Automobile, mit denen Cadillac berühmt geworden ist", sagt General Manager Mark LaNeve. "Kurz: ein Cadillac-Klassiker des 21. Jahrhunderts". Als "Seh-Hilfe" für nicht Cadillac-Kenner prangt zwischen den senkrechten Scheinwerfern der wappenschildförmige Kühlergrill mit dem neu gestalteten Marken-Emblem.

Neben dem expressiven Design knüpfen auch die Leistungsdaten des CTS an die Legende Cadillac an. Unter der kantigen Haube steckt ein neuer 3,2 Liter-Sechszylinder. Der leistet 220 PS und beschleunigt die auf der "Sigma"-Plattform aufgebaute Limousine in der Schaltgetriebeversion in weniger als sieben Sekunden von 0 auf 100 km/h. Kombiniert wird das Triebwerk entweder mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe oder mit einer fünfstufigen Automatik. Das elektronisch gesteuerte Automatikgetriebe wird per Vorwahlkopf auf die Schalt-Programme "Sport", "Winter" und "Economy" eingestellt.

Luxus und handwerkliche Präzision standen bei der Entwicklung des CTS-Interieurs im Vordergrund. Die an aufwendige Ausstattung gewöhnten Cadillac-Kunden sollen durch warme und angenehme Materialien auf ihre Kosten kommen. Holz wird für Bedienelemente eingesetzt, am Lenkradkranz, am Griff des Schalthebels und rings um die Türgriffe im Fahrzeuginneren.

Dass eine gute Verarbeitung in der automobilen Oberliga eine große Rolle spielt, haben auch die Amerikaner inzwischen erkannt. Cadillac scheute weder Kosten noch Mühen, um die Qualitätsstandards deutscher Premium-Hersteller wie Mercedes und BMW zu erreichen. 560 Millionen Dollar steckte General Motors in die Fertigung im Lansing Grand River Werk in US-Staat Michigan, das bei voller Auslastung 1500 Mitarbeiter beschäftigen soll. Denn der CTS soll erst der Auftakt einer neuen Cadillac-Serie sein. "Der CTS ist ein Auto mit ausgeprägtem Charakter und in naher Zukunft werden weitere außergewöhnliche Automobile folgen", sagt Cadillac-Manager LaNeve.



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