Chrysler-Auftritt Endlich neue Modelle

Die Krise bei Daimlers US-Tochter, so wird in der Branche gerne argumentiert, habe ihren Grund auch in den fehlenden neuen Modellen der Marke. Das wird nun anders. In Genf zeigt Chrysler seine Hoffnungsträger.


Die frischen Fahrzeuge wurden zwar in den USA schon gezeigt, doch in Europa sind die Autos in den Genfer Messehallen erstmals zu sehen. Größte Hoffnungen setzt Chrysler dabei auf die im österreichischen Werk Graz gebaute Großraumlimousine Voyager.

Chrysler Voyager 2001: Größte Hoffnungen

Chrysler Voyager 2001: Größte Hoffnungen

Die nun aktuelle, vierte Generation des Familienautos steht ab 31. März bei den deutschen Händlern. Drei Motoren stehen zur Wahl: ein 2,4-Liter-Vierzylinder mit 147 PS (108 kW), ein 3,3-Liter-V6-Motor mit 174 PS (128 kW) und erstmals auch ein 2,5-Liter-Turbodiesel mit Common-Rail-Direkteinspritzung und einer Leistung von 142 PS (104 kW). Die Basisversion des Voyagers kostet 52.900 Mark.

Etwas mehr verlangt Chrysler für die neuen Modelle der Sebring Limousine und des Sebring Cabriolets, die ebenfalls ab Ende März verkauft werden. Das geschlossene Mittelklassemodell wird nur mit einer Motorvariante angeboten, einer 2,7-Liter-V6-Aluminiummaschine, die 203 PS (149 kW) leistet und deren Durchschnittsverbrauch der Hersteller mit 10,6 Liter Superbenzin je 100 Kilometer angibt. Das Auto kostet ab 53.900 Mark. Bei 54.900 Mark beginnt die Preispalette für das Sebring Cabrio, das dann allerdings mit einem 2-Liter-Vierzylinder mit 141 PS (104 kW) ausgerüstet ist.

Hingucker: Brachial-Studie Crossfire

Hingucker: Brachial-Studie Crossfire

Mit der V6-Motorisierung ist der offene Wagen deutlich teurer: 64.900 Mark. Gezeigt wird in Genf außerdem der neue Jeep Cherokee, den es allerdings erst im Herbst bei den Händlern geben wird. Für den Allradler werden drei Maschinen angeboten, ein 2,4-Liter-Benziner mit 155 PS (115 kW), ein 3,7-Liter-V6-Aggregat mit 212 PS (157 kW) sowie ein 2,5-Liter-Turbodiesel mit Common-Rail-Direkteinspritzung und 140 PS (103 KW).

Als Hingucker - neben der Konfektionsware, mit der das Geld verdient werden soll - platziert Chrysler seine Brachial-Studie Crossfire und den neuen Rennwagen für die Le Mans Prototypen-Serie namens LMP. Auch hier also die bekannte Mixtur aus massenkompatiblen Fahrzeugen und emotionsgeladenen Exoten, die das Image tunen sollen.

Chrysler hat auf beiden Feldern Nachholbedarf.



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