Chrysler Sebring Europäische Erneuerung

Während sich die Aktionäre noch mit Konzernchef Schrempp hauen, schließt Chrysler mit der Deutschlandpremiere des Sebring seine europäische Erneuerung der Pkw-Palette ab.

Von Frank Wald


Die neue Mittelklasselimousine löst den Chrysler Stratus ab, der über 30.000-mal in Europa verkauft wurde und reiht sich ein zwischen dem kompakten Neon, der Ende 1999 vorgestellt wurde und dem luxuriösen 300M, der 1998 sein Debüt feierte. Kein in Europa angebotenes Pkw-Modell der amerikanischen Marke ist nun älter als drei Jahre.

Der Sebring soll mit dem Audi A4 , dem 3er BMW und VW Passat konkurrieren

Der Sebring soll mit dem Audi A4 , dem 3er BMW und VW Passat konkurrieren

Der Sebring fährt auf das am härtesten umkämpfte Marktsegment in Deutschland, das so genannte D-Segment, in dem Modelle wie Audi A4, 3er BMW, Ford Mondeo, Opel Vectra oder VW Passat die Maßstäbe setzen. In dem Konzert will Chrysler mit europäischem Designelementen, reichlich Komfort, üppiger Ausstattung sowie großzügigem Interieur mitspielen.

Die Front des Sebring wird durch den typischen Kühlergrill mit Chromeinfassung bestimmt, während die gestreckte, gebogene Dachlinie an ein Coupé-Profil erinnert. Souverän und solides Standing erhält die Limousine durch die markanten Kotflügel und Türschweller.

Ganz amerikanisch dagegen bietet der 4,84 Meter lange Sebring im Innenraum vorn und hinten großzügige Beinfreiheit. Im Cockpit fallen die Verziehrungen in Walnuss-Holzdekor auf, leicht ablesbare Instrumente sowie eine mittig angeordnete, elektronische "Traveller-Anzeige", auf der die Reisedaten von Fahrer und Beifahrer abgelesen werden können.

Der schon im Luxusmodell Chrysler 300M verwendete 2,7-Liter V6-Motor mit 149 kW (202 PS) bietet noch mehr Leistung als der bisher im Vorgängermodell Chrysler Stratus eingesetzte 2.5 V6. Der Sechszylinder ist serienmäßig mit einem Viergang-AutoStick-Automobilgetriebe gekoppelt.

Zur serienmäßigen Sicherheitsausrüstung der Limousine gehören höhere Vordersitze und Kopfstützen zum Schutz der Halswirbelsäule, Window-Kopf-Airbags vorne und hinten, zweistufig auslösende Airbags vorne, das Rundum-Scheibenbremssystem mit ABS Plus sowie eine elektronische Bremskraftverteilung (EBD). Für den Komfort sorgen Klimaanlage, CD-Player, vier elektrische Fensterheber, Aluräder und Ledersitze.

Seinen Namen erhielt der Chrysler Sebring von der bekannten amerikanischen Rennstrecke Sebring in Florida, auf der Chrysler mit der Viper GTS/R zahlreiche Siege im Motorsport erzielte. Bei den rund 250 deutschen Chrysler/Jeep-Händlern wird die Chrysler Sebring Limousine gemeinsam mit der Cabrio-Version ab Frühjahr 2001 zu haben sein.



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