Citroën C3 Hoch hinaus

Die kecksten Neuheiten auf der IAA stehen nicht auf den Ständen exklusiver Edelmarken, sondern bei den Massenherstellern Ford, VW und Citroën. Alle drei präsentieren einen neuen Kleinwagen, wobei den Franzosen das erfrischendste Design gelang.


Citroën bietet für seinen C3 eine "Kinderausstattung" und macht ihn damit zum Familienauto

Citroën bietet für seinen C3 eine "Kinderausstattung" und macht ihn damit zum Familienauto

Dabei bedient sich der neue Citroën einer alten Form: Ein schwungvoller Bogen bestimmt die Dachlinie - wie früher beim VW Käfer oder dem guten alten 2CV und jetzt beim New Beetle oder dem Xsara Picasso. Der C3 wirkt von vorne und von der Seite rundlich und verspielt, das Heck dagegen sieht solide und sportlich aus - vor allem dank der Rückleuchten, die wie rote Zipfelmützen die hinteren Ecken des Autos markieren.

Entscheidend für das Erscheinungsbild des neuen Citroën ist das Verhältnis von Länge (3,85 Meter) und Breite (1,67 Meter) des Fahrzeugs zu seiner Höhe von stattlichen 1,52 Meter. Die Franzosen versprechen sich von dieser Karosserie-Architektur "ein sehr geräumiges Interieur". Erste Sitzproben, um sich ein persönliches Urteil bilden zu können, werden auf der IAA möglich sein.

Der C3 soll als kompaktes Familienauto vermarktet werden. So gibt es zum Beispiel ein spezielles Kinder-Ausstattungspaket, zu dem ein Extra-Rückspiegel gehört, um das Geschehen auf der Rücksitzbank im Auge behalten zu können, und eine per Knopfdruck am Armaturenbrett zu bedienende Kindersicherung. Auf Wunsch kann der Wagen mit einem Panorama-Glasschiebedach ausgerüstet werden. Serienmäßig gehört jedoch das so genannte Moduboard zum Lieferumfang; es handelt sich dabei um ein System von Klappwänden, mit denen der Kofferraum je nach Bedarf in einzelne Fächer und Ablagen aufgeteilt werden kann. Insgesamt steht hinter den umklappbaren Rücksitzlehnen ein Stauraum mit einem Volumen von 305 Litern zur Verfügung.

Der neue Citroën wird in vier Ausstattungsstufen und mit fünf Motoren angeboten. Zum Antriebsprogramm gehören zwei Direkteinspritzer-Dieselmaschinen, die von PSA Peugeot Citroën gemeinsam mit Ford entwickelt wurden. Es handelt sich um zwei 1,4-Liter-HDI-Motoren, von denen der eine 70 PS (50 kW) und der andere, ein 16-Ventiler, 92 PS (66 kW) leistet. Das Leistungsspektrum der drei Benziner (1.1i, 1.4i und 1.6i 16V) erstreckt sich von 61 bis 110 PS (44 bis 80 kW). Der mittlere der Benzinmotoren kann mit einem Automatikgetriebe mit sequenzieller Schaltung kombiniert werden.

Sämtliche C3-Modelle sind mit je zwei Front-, Seiten- und Kopfairbags ausgestattet. Dazu kommen ABS, elektronische Bremskraftverteilung und ein Notbremsassistent. Als Termin für die Markteinführung in Deutschland nennt Citroën das "Frühjahr 2002". Der stärkste C3 mit dem 1,6-Liter-Benziner wird aber voraussichtlich noch etwas länger auf sich warten lassen.

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