Ferrari 360 Spider Hellblaues Röhren

Bei der Vorstellung eines neuen Ferrari verfallen Fans und Fanatiker regelmäßig in ekstatische Verzückung. Gut vier Wochen vor Beginn des Genfer Salons legen die Italiener nun wieder nach - und geben einen ersten Blick auf ihren neuen Sportwagen frei.


Gefahr für Millionärs-Frisuren: Die 400 PS des neuen Ferrari 360 Spider sorgen für reichlich Zugluft
AP

Gefahr für Millionärs-Frisuren: Die 400 PS des neuen Ferrari 360 Spider sorgen für reichlich Zugluft

In der Schweiz gibt sich die sonst auf äußerste Diskretion bedachte Luxusmarke aus Maranello stets recht offen. Das liegt möglicherweise an der besonderen Atmosphäre des Genfer "Salons am See", bei dem sich auch ein großer Teil der betuchten Stammkundschaft ein Stelldichein gibt. Bereits im vergangenen Jahr konnten die Italiener ihre Anhänger hier in Begeisterung versetzen, als die "Berlinetta"-Version des Ferrari 360 erstmals präsentiert wurde.

Nun ist also die offene Variante an der Reihe: Am 29. Februar um 12.30 Uhr, zwei Tage vor dem eigentlichen Start des Salons, wird Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo das Tuch von dem Auto zupfen, in dem vor allem Millionäre mit gut fixierten Frisuren für automobiles Aufsehen sorgen werden. Denn es dürfte, so viel lässt sich zweifellos schon erkennen, recht zugig werden, wenn der Mittelmotor-Sportwagen mit geöffnetem Verdeck - das sich vollständig im Chassis versenken lässt - standesgemäß bewegt wird. Das Potenzial dazu liefert ein 3,6-Liter-V8-Motor aus Aluminium, der 400 PS (296 kW) leistet und keine Mühe haben dürfte, den ganz aus Leichtmetall gefertigten Wagen auf mehr als 300 Stundenkilometer zu beschleunigen.

In der äußeren Form folgt der von Pininfarina gestylte Sportwagen dem Vorbild des geschlossenen Ferrari 360 Modena. Wie beim Coupé ist die Linie des Spider extrem schlank und geduckt, was ihm ein aggressives Äußeres verleiht - ein Eindruck, der durch die mächtigen Lufteinlässe unter den spitz zulaufenden Frontscheinwerfern noch verstärkt wird. Durch den Verzicht auf das typische Ferrari-Rot ­ stattdessen schimmert der Spider in metallischem Hellblau ­ wird die Alukonstruktion des Fahrzeugs betont. Für eingefleischte Ferraristi wird der Wagen ab dem nächsten Sommer vermutlich aber auch in Rot angeboten werden. Und selbst in der Metallic-Version, da können sich potenzielle Käufer sicher sein, ist dem Fahrer ein Auftritt gewiss.



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