Ford Fiesta Zweikampf eröffnet

VW preschte mit den ersten Bildern des neuen Polo nach vorne. Jetzt kontert Ford mit Fotos vom neuen Fiesta. Das Duell um die Aufmerksamkeit hat begonnen und wird auf der IAA seinen Höhepunkt erleben.


Typische Ford-Attribute auch für den neuen Fiesta: Spitze Scheinwerfer und flach abfallende Motorhaube

Typische Ford-Attribute auch für den neuen Fiesta: Spitze Scheinwerfer und flach abfallende Motorhaube

Während der neue Polo noch im November diesen Jahres zu den Händlern rollen soll, hat Ford die Markteinführung des Fiesta für das "Frühjahr 2002" angekündigt. Optisch greift auch der Neue aus Köln inzwischen typische Ford-Attribute auf: Die großen, zur Mitte hin spitz zulaufenden Frontscheinwerfer, eine flach abfallende Motorhaube und deutlich ausgestellte Radhäuser. Am Heck fallen die links und rechts neben der Heckklappe angebrachten, langgestreckten Rückleuchten auf, die bereits von den Konkurrenzmodellen Opel Corsa und Fiat Punto bekannt sind.

Wer im Kleinwagensegment punkten möchte, muss trotz kompakter Außenmaße ein Höchstmaß an Innenraum bieten. Dieser Maxime folgt auch Ford, und entsprechend wuchs der Fiesta im Vergleich zu seinem Vorgänger. Der Neue ist 3,91 Meter lang, 1,68 Meter breit und 1,41 hoch und bietet, so der Hersteller, vor allem mehr Beinfreiheit für die Fondpassagiere und mehr Ellenbogenfreiheit auf allen Plätzen. Der Kofferraum fasst 284 Liter.

Ford wird den Fiesta mit fünf Motoren ins Rennen schicken, vier Benziner und ein Diesel. Der Selbstzünder ist eine 1,4-Liter-TDCI-Maschine mit 68 PS (50 kW). Zu den vier Ottomotoren gehören folgende Triebwerke: Zwei 1,3-Liter-Maschinen mit 58 und 68 PS (43 und 50 kW), ein 1,4-Liter-Motor mit 80 PS (58 kW) sowie ein 1,6-Liter-Aggregat mit 100 PS (74 kW); sämtliche Benzin-Aggregate erfüllen die Abgasnorm Euro-4.

Ford verspricht im Fiesta mehr Bein- und Ellenbogenfreiheit

Ford verspricht im Fiesta mehr Bein- und Ellenbogenfreiheit

Zu Sicherheitsausstattung des Fiesta gehören ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung, zweistufige Frontairbags, Seitenairbags für die vorderen Plätze und optional Kopf- und Schulterairbags. Was den Komfort betrifft, kann der kleine Ford unter anderem mit einer üppigen Hifi-Anlage und einer Navigationssystem ausgestattet werden.

Die Gestaltung des Innenraums könnte man als "edle Nüchternheit" beschreiben: Große glatte Flächen und eine klar konturierte Mittelkonsole mit sauber aufgereihten Schaltern bestimmen das Bild. Der Schaltknauf reckt sich nun fast zehn Zentimeter höher in den Innenraum und ist dadurch viel besser erreichbar als sein Pendant im Vorgängermodell.

Gebaut wird der Ford in einer neuen Fabrik in Köln-Niehl, um die herum ein sogenannter Zuliefererpark eingerichtet wurde. Rund eine Milliarde Mark wurde in die neue Produktionsanlage investiert. Im Oktober vergangenen Jahres erfolgte der erste Spatenstich, am 30. November diesen Jahres soll "job one" erledigt werden - also der erste neue Fiesta vom Band laufen. Wenn die Produktion voll angelaufen ist, sollen hier pro Tag 1800 Autos gebaut werden.

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.