Hyundai Clix Was ihr wollt

Manche sagen "crossover", andere nennen es "multifunktional" oder "multivariabel. Es geht aber immer um das eine: Das Auto der Zukunft soll die Vorteile mehrere Pkw-Arten vereinen. Hyundai demonstriert dies mit dem Konzeptfahrzeug Clix.

Von Jürgen Pander


Hyundai Clix: Elektrisch verstellbares Glasdach sorgt für Cabrio-Feeling

Hyundai Clix: Elektrisch verstellbares Glasdach sorgt für Cabrio-Feeling

Entstanden ist das Auto im europäischen Designzentrum des koreanischen Herstellers in Eschborn bei Frankfurt. Die Studie Clix sieht auf den ersten Blick aus wie ein etwas aggressiv geratenes, sportlich-kompaktes Coupé. Der Eindruck täuscht nicht, doch zugleich ist das Auto nach Auskunft seiner Erbauer viel mehr. Nämlich obendrein noch Targa, Cabriolet oder Pick-up.

Die Verwandlungsfähigkeit des Clix wird durch sechs Elektromotoren gewährleistet, die auf Knopfdruck die Position der vier separaten Glasdachteile inklusive der Heckscheibe sowie die der Rücksitze verändern. Die Dachelemente schieben sich untereinander oder verschwinden im Heck des Fahrzeugs. Und wenn der Knopf mit der Funktion "Pick-up" gedrückt wird, versenken die Elektromotoren auch die Rücksitze.

Damit der Wagen möglichst realistisch rüberkommt, hat Hyundai unter der Haube einen 2,2-Liter-Vierzylinder-Motor mit Benzindirekteinspritzung und erstaunlichen 303 PS (225 kW) Leistung installiert. Um die Kraft kontrolliert auf die Fahrbahn zu bringen, bekam der Clix permanenten Allradantrieb, eine sequenzielle Sechsgang-Schaltung und 19-Zoll-Räder spendiert. Die Straßenlage des 3,95 Meter langen Autos darf also durchaus als satt bezeichnet werden.

Hyundai hat sich auch Gedanken darüber gemacht, wer ein noch zu bauendes Auto wie den Clix denn kaufen soll. Die Studie, so heißt es in einem Papier des Herstellers, ziele auf "die jungen und dynamischen Mittdreißiger, die während der Woche hart arbeiten, abends vor ein schönes Restaurant oder am Fitness-Studio vorfahren und am Wochenende ihren vielfältigen Hobbys nachgehen". Man ahnt, welche Hobbys die angepeilte Zielgruppe pflegt: die unvermeidlichen Trendbeschäftigungen Mountainbiken, Paragliden oder Freeclimben.

Und damit diese Leute den Clix, falls er denn gebaut wird, auch treffend beschreiben können, liefert Hyundai nicht nur das Konzeptauto, sondern auch gleich die Kategorisierung mit. Der Clix ist das erste FAV-Modell, wobei das Kürzel für Fun Activity Vehicle stehen soll.



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