Hyundai Matrix Kurz, kompakt und koreanisch

In kürzester Zeit stampfte der koreanische Automobilhersteller seinen neuen Kompaktvan aus dem Boden. Obwohl das Design aus Italien stammt, ist wohl der Preis des Gefährts am attraktivsten.


Nur knapp vier Meter misst der koreanische Winzling

Nur knapp vier Meter misst der koreanische Winzling

Und es werden immer mehr. Seitdem Renault mit dem Scenic die Auto-Gattung der Kompaktvans begründete, sprießen die variablen Familienvans wie Pilze aus dem Boden. Im vergangenen Jahr wurden in Europa fast 750.000 Fahrzeuge zugelassen, allein in Deutschland waren es rund 150.000. Jetzt hat auch Hyundai den Trend entdeckt und will ab sich August mit seinem neuen Matrix ein Stück vom Kuchen abschneiden.

Und zwar kein kleines. Noch in diesem Jahr rechnen die Koreaner damit, für ihren neuen Van 25.000 Käufer in Europa zu finden. 2002 sollen es dann schon 60.000 sein. Damit würde Hyundai einen Marktanteil von sechs Prozent erreichen. Damit diese mutige Prognose auch wahr wird, haben die Koreaner keine Kosten und Mühen gescheut. In nur 24 Monaten haben sie den Kompaktvan entwickelt, dafür rund 250 Millionen US-Dollar ausgegeben. Ein Großteil davon wanderte auf ein italienisches Konto. Denn weil der Matrix vor allem die europäische Kundschaft ansprechen soll, wurde für die Gestaltung der äußeren Hülle die Ferrari-Designschmiede Pininfarina verpflichtet.

Die schneiderte auf der Basis der Hyundai-Kompaktlimousine Elantra ein modernes europäisches Outfit, das sich auf den ersten Blick allerdings von seinen Konkurrenten nicht grundlegend unterscheidet. Insofern ist man in der deutschen Hyundai-Zentrale in Neckarsulm ganz sicher, dass der Matrix ein "in Europa für Europa entwickeltes Fahrzeug ist, das zu 100 Prozent den Geschmack der deutschen Käufer trifft". Immerhin darf er bei einer Länge von knapp vier Metern als einer der kürzesten Kompaktvans gelten, der in punkto "Innenraumausnutzung nicht zu schlagen" sein soll. Dem aktuellen Trend entsprechend wurde die Instrumentenanzeige beim Matrix mittig platziert. Die Rücksitzbank kann sowohl im Verhältnis 60:40 geteilt umgeklappt als auch einzeln verschoben werden.

Für den Antrieb stehen zwei Benzin-Motoren und ein Diesel Aggregat zur Auswahl. Je nach Bedarf kann der Kunde sich für einen 1,6-Liter mit 76 kW/103 PS beziehungsweise einen 1,8-Liter Benziner mit 90 kW/122 PS entscheiden. Im September soll ein 1,5-Liter Common-Rail-Turbo-Diesel CRDi, der 60 kW/82 PS leistet, das Motorenprogramm abrunden. Umgesetzt wird die Kraft wahlweise mit einem Fünfgang-Getriebe oder einer 4-Gang- Vollautomatik.

Zu der in Deutschland angebotenen serienmäßigen Sicherheitsausstattung gehören Fahrer- und Beifahrerairbags, Seitenairbags, ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung, Gurtstraffer- und Gurtkraftbegrenzer sowie drei höhenverstellbare Kopfstützen hinten. Das wirklich interessante an einem Hyundai aber ist wie immer der Preis: Einen Einstieg in das Kompaktvan-Segment soll es bei Hyundai für unter 29.000 Mark geben.



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