Karmann Cabrio-Studie Die Aufschneider

Die Karosseriefirma Karmann aus Osnabrück präsentiert beim Auto-Salon in Genf eine Cabrio-Studie des neuen Mercedes Sportcoupés. Offenbar sind auch die Stuttgarter von dem aufgeschnittenen Modell beeindruckt.

DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp höchstpersönlich empfahl den Motorjournalisten in Genf, sie sollten sich mal "bei Karmann auf dem Stand umsehen". Ob das dahingehend gedeutet werden kann, dass der Wagen tatsächlich gebaut wird, darüber rätselt derzeit die Branche. Was aber mit großer Sicherheit gesagt werden kann: Das offene C-Klasse Sportcoupé wäre sicher ein attraktives Auto für die Cabrio-Klientel.

Im Grunde haben die Karmann-Entwickler die Silhouette des keilförmig gestylten Autos beibehalten. Auch das pralle Heck mit den großen Rückleuchten ist erhalten geblieben. Und auch im Innenraum gibt es, wie bei der geschlossenen Variante, vier Sitzplätze. Das Konzeptauto wurde vor allem im Bereich der A-Säule, der Schweller und der Bodengruppe so verstärkt, dass trotz des fehlenden Daches die Stabilität der Karosserie erhalten bleibt.

Die Mechanik des Stoffverdecks ist so konzipiert, dass es mit einer Hand verriegelt werden kann. Das Bewegen des Cabriodachs erfolgt durch ein elektrohydraulisches System, das aufgeklappte Verdeck verschwindet hinter der Rücksitzbank. Vom Kofferraum bleiben dann allerdings nur noch 190 Liter für Gepäck zur Verfügung; bei geschlossenem Verdeck fasst das Gepäckabteil immerhin 280 Liter.

Karmann arbeitet seit Jahren mit Mercedes zusammen. Seit 1997 baut die Firma das CLK Cabrio in Osnabrück (bislang mehr als 66.000 Exemplare), seit dem vergangenen Jahr auch das CLK Coupé (bislang mehr als 10.000 Exemplare). Darüber hinaus fertigt die Firma unter anderem die Cabriolets für Audi und VW Golf und liefert Teile für das Renault Mégane Cabrio.

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.