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Lastenräder: Neue Modelle im Überblick

Foto: Lars Scheider / Riese & Müller

Lastenrad-Neuheiten Sehr einladend

Kindertürchen, Neigetechnik, Fressnapf für den Hund: Lastenfahrräder werden immer ausgeklügelter – und leistungsstärker. Das Segment boomt auch wegen der Corona-Pandemie. Hersteller bieten für 2021 viele neue Modelle.

Beim Wort Cargo denken viele Großstädter nicht mehr nur an Überseehäfen, Güterwaggons und Lkw – im Bewusstsein hat sich auch das Cargobike verankert. Vor allem in Metropolen sind Lastenräder häufiger zu sehen: Während die Fahrradbranche im Corona-Jahr ohnehin ein deutliches Absatzplus meldet, weil viele Menschen Bus und Bahn meiden, werden insbesondere die Packesel mit Pedalen zunehmend beliebt.

Einen Boom beobachtet Uwe Wöll, Geschäftsführer beim Verbund Service und Fahrrad (VSF). Er geht davon aus, dass sich die Verkaufszahlen von Lastenrädern 2020 bislang nahezu verdoppelt haben. Zu den Gründen zählten auch der Wunsch vieler Menschen nach umweltfreundlicher Fortbewegung sowie staatliche Förderungsprogramme, sagt Matthias Naumann, Geschäftsführer der jungen Marke Ca Go Bike.

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Und das Angebot wächst – neue Lastenradmarken kommen hinzu, die Aufbauten werden erfindungsreicher. So hat der Kunde längst nicht mehr nur die Wahl zwischen Ladeplattform und -kasten: Es gibt wasserdichte oder crashoptimierte Boxen, Fußrasten und Kindertürchen, stoßgedämpfte Sitze und auslaufsichere Fressnäpfe – falls der Hund mitfährt. Kompakte Lasträder kommen auf, die hohe Zuladung mit der Wendigkeit eines normalen Fahrrads verbinden, dazu zweispurige Modelle mit Neigetechnik – damit die Ladung nicht kippt. Einen Überblick über neue Modelle sehen Sie in der Fotostrecke.

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Lastenräder: Neue Modelle im Überblick

Foto: Lars Scheider / Riese & Müller

Bei den neuen Modellen zeichnet sich ab: Nicht-elektrifizierte Cargobikes scheinen auszusterben. "Die Bewegung von Last und schwerem Rad spricht doch deutlich für die elektrische Unterstützung", sagt Wöll. Passend dazu der Befund des Zweirad-Industrie-Verbands: Demzufolge ist die E-Bike-Quote bei den verkauften Lastenrädern so hoch wie in keinem anderen Segment.

Edel ausgestattet und mit schick versteckten Doppelakkus kosten manche Lastenräder inzwischen so viel wie ein Gebrauchtwagen oder ein neuer Dacia. Kann es inzwischen günstiger sein, Auto zu fahren? Wöll sieht das nicht so. Dem Anschaffungspreis stünden Ersparnisse bei Benzin, Steuern, Versicherung und Gesunderhaltung entgegen, Parkplatzgebühren entfielen. "Endlich findet eine technologische Entwicklung statt, die den Transport von Lasten vom Kfz auf das elektrisch unterstützte Fahrrad verlegt." Die wachsenden Verkaufszahlen scheinen ihm recht zu geben.

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