Mini Cooper S Primus aus Oxford

Wenn es in ein paar Monaten wieder wärmer wird, fährt die BMW-Marke Mini ihr Topmodell vor: den Mini Cooper S. Der Kleinwagen mit den großen Kraftreserven wird erstmals auf der Tokio Motorshow Ende Oktober gezeigt.


Der Mini mit Kraftreserven unter der Lufthutze

Der Mini mit Kraftreserven unter der Lufthutze

Die sportliche Version des neuen Mini fädelt sich exakt in die sogenannte Philosophie des Münchner Konzerns ein, dass nämlich Autos erst dann "Freude am Fahren" vermitteln, wenn sie übermotorisiert sind. Das darf man wohl vom Cooper S behaupten, der unter seinem Motorhäubchen mit einer markanten Lufthutze den von den anderen Modellen bekannten, doch in diesem Falle grundlegend aufgemotzten Vierzylinder-Motor trägt.

Die Maschine mit 1,6 Liter Hubraum leistet 163 PS (120 kW) und stellt der Mini-Besatzung ein maximales Drehmoment von 210 Nm bereit. Was sich damit alles anstellen lässt, beschreibt die Presseinformation zum neuen Modell so: "In nur 7,4 Sekunden lässt sich der Mini Cooper S aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 218 km/h erreicht."

Sicherheitsausstattung mit je zwei Front- und Seitenairbags

Sicherheitsausstattung mit je zwei Front- und Seitenairbags

Die Extraportion Kraft bekommt der Motor von einem mechanisch angetriebenen Kompressor, an den ein Ladeluftkühler gekoppelt ist. Diverse Bauteile wie Kurbelwelle, Kolben und Ventile wurden verstärkt; Kühl- und Abgasanlage wurden verändert. Bei letzterem haben die Ingenieure, so heißt es aus München, "großen Wert auf sonoren, der hohen Leistung entsprechenden Sound" gelegt. Der dringt aus zwei verchromten Auspuff-Endrohren in der Mitte des Hecks.

Als Durchschnittsverbrauch für den Cooper S gibt der Hersteller 8,4 Liter an, was für einen Kleinwagen viel, für einen 163-PS-Flitzer allerdings nicht verwunderlich ist. Andererseits: Wer mit dem Topmodell darauf aus ist, möglichst viele Kurven zu kratzen und sich einen Spaß daraus macht, große Limousinen zu überholen, der muss wohl mit einem deutlich höheren Verbrauch rechnen. Das Sechsgang-Schaltgetriebe des Fahrzeugs ist bereits aus den anderen Versionen bekannt. Beim Cooper S wurde jedoch das Fahrwerk sportlicher, und das heißt straffer, ausgelegt als bei seinen schwächeren Brüdern. Die von BMW mit ASC+T abgekürzte Traktionskontrolle lässt sich abschalten, serienmäßig sind außerdem ABS, elektronische Bremskraftverteilung und die Kurvenbremsregelung CBC installiert.

Sonorer Sound aus zwei verchromten Auspuff-Enden

Sonorer Sound aus zwei verchromten Auspuff-Enden

Ein Novum beim Cooper S sind die Reifen. Im Normalfall handelt es sich um 195er-Pneus auf 16-Zoll-Räder, gegen Aufpreis sind 205er-Schlappen auf 17-Zoll-Rädern erhältlich. Das Neue daran ist ihre Notlaufeigenschaft. Denn auch wenn ein Reifen plötzlich seinen Luftdruck verliert, kann man noch rund 150 Kilometer weit mit maximal 80 km/h fahren. Außerdem hat der Wagen eine Warnleuchte für den Druckabfall in den Reifen an Bord, sie ist im Tachometer untergebracht. Die Sicherheitsausstattung umfasst ab Werk unter anderem je zwei Front und Seitenairbags. Kopfairbags sind gegen Extrageld zu haben.

Optisch lässt sich der Cooper S ganz gut von den beiden anderen Modellen unterscheiden. Zum einen hat er den bereits erwähnten Lufteinlass in der Motorhaube, zum anderen prangen an der Seite neben den weißen Blinkleuchten, und am Heck rote, geschwungene "S"-Symbole. Die Stoßfänger vorne und hinten wurden neu gestaltet, an den Flanken fallen schwarze Seitenschweller und schwarze Radlaufverkleidungen auf und am Heck grüßt ein schmaler Dachspoiler. Exklusiv für den Cooper S bietet Mini die Farben Electric Blue metallic und Dark Silver an, die Türverkleidungen im Innern des Autos sind in den Tönungen Pantherschwarz und Magnesium erhältlich. Lederlenkrad, Lederschaltknauf und eine Fußstütze aus Edelstahl gehören zum Serienumfang des Topmodells.

Neben den weißen Blinkleuchten prangt das geschwungene "S"

Neben den weißen Blinkleuchten prangt das geschwungene "S"

In der Extra-Liste stehen zum Beispiel diverse Audiosysteme, Navigationssystem, Sonnendach, Einparkhilfe oder Xenonscheinwerfer. Noch steht der Einstandspreis des Cooper S nicht fest, doch voll ausgerüstet dürfte das Auto mindestens 55.000 Mark kosten.



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