Seat Tango Kurventänzer

Die spanische VW-Tochter möchte so gern das Image der temperamentvollen, feurig-feschen Marke im Volkswagen-Konzern erlangen. Auf der IAA in Frankfurt steht die Sportwagen-Studie Tango im Mittelpunkt des Messeauftritts.


Seat-Studie Tango: Ein dynamisch gestylter Roadster
GMS

Seat-Studie Tango: Ein dynamisch gestylter Roadster

Knapp 3,70 Meter lang ist der Wagen, der den neuen Dreiklang bei den Spaniern vorgeben soll: Sportlichkeit, Purismus, Eleganz. Bei einem spanischen Fabrikat würde man zwar eher erwarten, dass es den Namen Flamenco trägt, wenn es einen flotten Tanz auf dem Asphalt zeigen soll, doch Seat entschied sich für die Bezeichnung Tango.

Die Studie fällt durch eine schwungvoll geformte Aluminiumkarosserie auf, die auf großen 18-Zoll-Rädern ruht und wirkt, als sei sie aus einem Guss. Seitenscheiben und Heckpartie, Motorhaube und Kotflügel, Heckabschluss und Gepäckfächer, alles fließt ineinander. Die Seat-Studie ist bereits so weit entwickelt, dass sie mehr ist als reine Formsache. Als Antrieb ist ein 1,8-Liter-Vierzylinder installiert, der 180 PS (132 kW) leistet und den Wagen bis zu 235 km/h schnell macht.

Kotflügel, Heckabschluss, Gepäckfächer, alles fließt ineinander
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Kotflügel, Heckabschluss, Gepäckfächer, alles fließt ineinander

Damit die Kraft standesgemäß auf die Straße gelangt, gehören ein Sportfahrwerk sowie die elektronischen Helfer namens ABS, ESP und TCS (Traktionsregelung) zur Grundausrüstung des Fahrzeugs. Vier Airbags an den zwei Plätzen und dazu Gurtstraffer sollen für die passive Sicherheit der Insassen sorgen. Die dürfen sich auf Ledersitzen platzieren und die aktuellen Fahrwerte von neongrün beleuchteten Rundinstrumenten ablesen. Weil die Sitze fest in die Karosserie mit eingebaut sind und also nicht verstellt werden können, hat Seat die anderen Komponenten beweglich gemacht. So lassen sich nicht nur Lenkrad und Cockpit in der Höhe und auf einer Längsachse verstellen, sondern auch die Pedale im Fußraum.

Drei Dinge fallen beim ersten Anblick des Tango noch auf: das fette, verchromte Seat-S auf dem eher klein geratenen Kühlergrill. Die giftgrün lackierten Bremssättel, die hinter den Sieben-Speichen-Felgen hervorschauen. Und schließlich das trapezförmige Auspuffendrohr in der Mitte des Hecks.

Sollten die Reaktionen der IAA-Besucher auf den Tango so ausfallen, wie man sich das bei Seat erhofft, wird aller Voraussicht nach die Serienentwicklung des Autos anlaufen. In diesem Fall würde spätestens im Jahre 2004 der Tango die ersten Fahrerinnen und Fahrer zu einem Tänzchen auf dem Asphalt bitten.

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