Suzuki Liana Kompakter ohne Klasse

Es gibt Autos, die schon alt aussehen, bevor sie überhaupt auf dem Markt sind. Der neue Suzuki Liana, der im Sommer in Deutschland angeboten wird, ist so ein Modell.


Suzuki Liana: Selbstverständliche Optik soll als "modernes Design" verkauft werden
Foto: GMS

Suzuki Liana: Selbstverständliche Optik soll als "modernes Design" verkauft werden

Weder das Design noch die Motoren- und Sicherheitsausstattung des japanischen Kompaktwagens kommt im Vergleich mit den Klassenkameraden über Mittelmaß hinaus. Entsprechend unauffällig geriet auch die Premiere bei der Enthüllung auf dem Genfer Auto-Salon.

Suzuki hingegen beharrt darauf, dass "bei der Entwicklung des Liana auch ein modernes Design und eine gute Aerodynamik im Vordergrund" standen. Doch bei genauerem Hinsehen lässt sich an dem Wagen nichts entdecken, was ungewöhnlich oder gar innovativ erscheint. Trapezförmige Scheinwerfer - selbstverständlich in Klarglas-Optik - und ein metallfarben lackierter Kühlergrill tauchen ebenso häufig auf, wie die vertikale Rücklicht-Geometrie inzwischen ein beliebtes Stilmittel der Designer geworden ist. Aus dem Rahmen fällt lediglich die Fahrzeughöhe mit 1,55 Meter, die eine entsprechende Sitzhöhe und eine gute Rundumsicht ermöglicht.

Der Fahrer schaut auf digitale Flüssigkeitskristallinstrumente für Tachometer und Kilometerzähler sowie ein zweifarbiges Armaturenbrett. Lenkrad und Fahrersitz sind in der Höhe verstellbar. Der Innenraum des 4,23 Meter langen Liana stellt eine Kombination aus Kombi und Kompaktvan dar, der "genügend Bewegungsfreiheit und Platz für fünf Erwachsene" bieten soll. Allzu viel Gepäck sollte man allerdings nicht mitbringen. Der Kofferraum fasst nur 296 Liter. Werden die asymmetrisch teilbaren Rücksitzlehnen umgeklappt gehen insgesamt 1062 Liter hinein. Dazu gibt es Ablagen in den Vordertüren, einen Ablagekorb unter dem Beifahrersitz sowie Getränkehalter vorne und hinten.

Der Liana wird wahlweise mit einem 1,3-Liter-Reihen-Vierzylindermotor mit 66 kW (90 PS) oder einem 1,6-Liter-Motor mit 76 kW (103 PS) ausgestattet. Die Basisversion soll eine Höchstgeschwindigkeit von 165 Stundenkilometer erreichen und 6,7 Liter Superbenzin im Schnitt verbrauchen. Beim 1,6-Liter-Motor liegen die angegebenen Werte bei 170 Stundenkilometer Spitze und durchschnittlich 7,1 Liter Super-Kraftstoff. Serienmäßig sind elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, Servolenkung und ABS. An passiver Sicherheit gibt's dagegen nur Fahrer- und Beifahrerairbags. Seitenairbags, die in der Kompaktklasse inzwischen Standard sind, sind nur in der 1,6-Liter-Version an Bord.



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