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Günstige Oldtimer: MG Midget - kleiner Roadster zu kleinem Preis

Foto: Dresdner Klassikerhandel

Günstige Oldtimer - MG Midget Zwerg, rase!

Wenig Geld, aber trotzdem Lust auf einen Oldtimer? Kein Problem - es gibt sie nämlich, die Schnäppchen-Schlitten. Wir stellen sie vor. Dieses Mal: MG Midget.
Günstige Oldtimer

Sie haben richtig Lust auf einen Oldtimer, trauen sich aber nicht, einen zu kaufen, weil Altautos in vielen Medien nur noch als Wertanlage thematisiert werden? Keine Angst, man muss nicht erfolgreich an der Börse spekuliert haben, um schönes Blech zu fahren.

Klar, für Großvaters abgelegte Karren von Mercedes oder BMW sind inzwischen stolze Summen fällig, und für die meisten alten Porsches werden heute Mondpreise gezahlt. Aber zwischen all den teuren Strahlemännern, die in der Regel kaum noch bewegt werden, gibt es sie noch: die Mauerblümchen, die Exoten, die kaum jemand auf dem Schirm hat – und die entsprechend wenig kosten. Und das nicht nur in der Anschaffung, sondern auch im Unterhalt. Autos, bei denen die Ersatzteilversorgung kein Problem ist und für einen Auspuff nicht ein ganzes Monatsgehalt einkalkuliert werden muss.

Wir haben sie zusammengetragen und stellen sie in einer Serie in regelmäßigen Abständen vor.

MG Midget

MG Midget: Ein vergleichsweise günstiger Oldtimer-Roadster

MG Midget: Ein vergleichsweise günstiger Oldtimer-Roadster

Foto: Dresdner Klassikerhandel

Allgemeines zum Modell: Der Midget (englisch für Zwerg) ist mit 70 PS nicht gerade üppig motorisiert, bringt aber nur 730 Kilo auf die Waage und lässt sich dementsprechend gut beschleunigen. Der kleine Renner kam 1961 auf den Markt und ist eng mit dem Austin Healey Sprite verwandt. Kenner fassen die beiden britischen Baureihen deshalb unter dem Namen Spridgets zusammen.

Warum ausgerechnet der? Der erste Midget zählt zu den Ur-Roadstern. Die kleinen Renner bieten zwar wenig Komfort, dafür aber Fahrspaß pur. Besonders die erste Baureihe (bis 1964) war spartanisch - es gab außen zum Beispiel keine Türgriffe; um den Wagen zu öffnen, musste man die Steckscheiben zur Seite schieben oder das Verdeck einfach weglassen. Ein schöner Kontrast zu modernen Autos, bei denen fast alles auf Knopfdruck funktioniert.

Verfügbarkeit: Das Angebot an MG Midget ist hierzulande überschaubar. Deutlich mehr Auswahl gibt es, wenn man einen Rechtslenker in Betracht zieht und im Ausland sucht. Über 400.000 Exemplare wurden einst gebaut, allerdings sind viele dem Rost zum Opfer gefallen oder endeten als Teilespender.

Ersatzteilversorgung: Ersatzteile sind vorhanden, Technikkomponenten sind teils extrem günstig. Der Austausch von Blechteilen, insbesondere einer neuen Motorhaube, kann dagegen richtig ins Geld gehen. Zudem gilt die Restauration von Spridgets als handwerkliche Herausforderung. Also lieber sofort ein Auto in gutem Zustand kaufen. Überlebenshilfe bei der Ersatzteilbeschaffung bieten Klubs wie spridgets.net .

Ersatzteile (beispielhaft):

  • Satz Bremsscheiben vorn: 19 Euro
  • Satz Bremsbeläge vorn: 10 Euro
  • Kotflügel vorn: 400 Euro
  • Lichtmaschine: 60 Euro

Schwachstellen: Bei vielen MG Midgets ist der Motor undicht - ein typisches Problem englischer Fahrzeuge. Auf rostige Stellen muss man ebenfalls achten, der Gammel lauert an Schwellern, Endspitzen, Radläufen und A-Säule. Fahrkomfort sollte man vom Midget nicht erwarten - schließlich fehlt bei dem Roadster alles überflüssige Glas und Blech. Anders gesagt: Man kann viel Fahrtwind genießen. Keine Frage, der Midget ist ein Sommerauto - es soll aber Hardcore-Fans geben, die den Roadster auch im Winter fahren.

Preis: Auch bei den Spridgets ziehen die Preise seit Jahren an - allerdings vergleichsweise langsam. Für gute Sprite und Midget MK I fangen sie bei etwa 10.000 Euro an. Und das ist deutlich weniger, als man für Spaßautos wie den Alfa Romeo Spider oder Triumph Spitfire hinblättern muss.

Anlaufstellen im Internet:

Austin Healey Sprite & MG Midget Register 

Austin Healey Club Germany 

MG Car Club Deutschland 

MG Drivers Club Deutschland 


Weitere, fast schon frech günstige Fuhren finden Sie in den vorangegangenen Folgen der Serie:

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Foto: Renault
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