Fahrradleuchten im Test Viel Licht für wenig Geld

Akkubetriebene Leuchten fürs Rad sind praktisch und werden immer besser. Bei der Stiftung Warentest lag nun ein Premiummodell mit 100 Lux vorn - aber auch günstige Modelle schnitten gut ab.
In der Dämmerung und bei Dunkelheit ist gute Beleuchtung entscheidend für die Sicherheit

In der Dämmerung und bei Dunkelheit ist gute Beleuchtung entscheidend für die Sicherheit

Foto: David Schunack / iStockphoto / Getty Images

Ein Schlagloch in der Dunkelheit - das kann für Radfahrer mit einem schmerzhaften Sturz enden. Davor schützt eine gute Beleuchtung am Fahrrad. Vor allem für Mountainbiker und Rennradfahrer sind abnehmbare Exemplare praktisch. Die Stiftung Warentest hat nun mehrere der akkubetriebenen Lichter getestet . Die 13 untersuchten Scheinwerfer sowie sechs Rücklichter schnitten mehrheitlich gut ab - allerdings bekam nur ein Scheinwerfer die Note "sehr gut".

Kunden sollten beim Kauf vor allem auf eins achten: die sogenannte K-Nummer. Dieses aus einer Wellenlinie, dem Buchstaben K und einer Nummer bestehende Prüfzeichen zeigt an, dass die Leuchte für den Verkehr zugelassen ist und wird meist in die Kunststoffhülle geprägt. Alle getesteten Leuchten hatten so eine Nummer, die Preise lagen zwischen 25 und 143 Euro. Dabei stach ein Scheinwerfer heraus: Der Trelock LS 760 I-Go Vision kostet zwar 99 Euro, übertrifft dafür aber die gesetzlich geforderte Leuchtstärke von mindestens 10 Lux deutlich - mit einer Leuchtstärke von 100 Lux.

Günstigste Leuchte im Test erhält Note 2,2

Dafür ist das Premium-Modell laut Stiftung Warentest auch für sehr schnelle Fahrerinnen geeignet, da es bis zu 40 Meter vorausleuchtet und eine breite Ausleuchtung bietet. Zusätzlich hat das Modell eine minutengenaue Restleuchtanzeige und eine digitale Wasserwaage zur Ausrichtung. Auf höchster Stufe leuchtet das Modell über sechs Stunden - und erhielt dafür die Note 1,3.

Der Preis-Leistungs-Sieger ist dagegen das Modell Aura 35 USB von Sigma. Die Leuchte ist laut Stiftung Warentest ideal für die gelegentliche Nutzung und erhielt die Note 2,2. Sie punktete mit einer guten, abgestuften Ausleuchtung und einem hellen Nahbereich, musste jedoch nach dem Abnehmen immer neu ausgerichtet werden. Dafür war sie mit 25 Euro der günstigste Scheinwerfer im Test.

Das beste Rücklicht im Test kostet 20 Euro

Außer Frontscheinwerfern wurden auch Rücklichter getestet. Auch hier profitieren Radfahrer von der LED-Technologie, die die kleinen Leuchten immer heller werden lässt. Dabei schafften es alle, Radfahrer gut sichtbar zu machen, auch die Preisunterschiede hielten sich in Grenzen. Die getesteten Exemplare kosteten zwischen 12 und 27 Euro, bis auf eines schnitten alle mit der Note "gut" ab.

Den Vergleich entschied am Ende das Modell Blaze von Sigma für sich, es erhielt die Note 1,7. Das Rücklicht leuchtete nicht nur besonders hell, sondern auch vergleichsweise lange: so lag die im Test gemessene Leuchtdauer bei knapp elf Stunden. Mit 20 Euro lag die Leuchte preislich im Mittelfeld, außerdem leuchtet sie beim Bremsen heller auf, und zwar für bis zu 3 Sekunden. Ob das im Verkehr mehr Sicherheit bringe, ist dem Test zufolge jedoch unklar.

ene
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