Feuergefahr Hyundai und Kia raten US-Autobesitzern von Parken in der Garage ab

Mehrere Fahrzeuge sind schon in Flammen aufgegangen: Hyundai und Kia rufen in den USA rund eine halbe Million Autos zurück. Bis ein fehlerhaftes Modul ausgetauscht ist, gilt eine besondere Parkempfehlung.
Kia- und Hyundai-Modelle vor der Verschiffung in Südkorea (Symbolbild)

Kia- und Hyundai-Modelle vor der Verschiffung in Südkorea (Symbolbild)

Foto: Kim Hong-Ji / REUTERS

Rückrufe sind in der Automobilindustrie nicht ungewöhnlich. Immer wieder müssen Modelle in großer Zahl in die Werkstätten beordert werden, um ein fehlerhaftes Teil zu tauschen oder sonstige Entwicklungsspannen zu beheben. Damit sichern sich die Hersteller auch gegen mögliche Schadensersatzforderungen ab.

In einem aktuellen Fall müssen die koreanischen Konzerne Hyundai und Kia rund 500.000 Autos in den USA zurückrufen. Wie CNN berichtet , geht mit dem Rückruf ein eher ungewöhnlicher Appell an Besitzer der betroffenen Fahrzeuge einher. Diese sind angehalten, nicht mehr in Innenräumen oder auch nur in der Nähe von Gebäuden zu parken.

Es sei möglich, dass die Autos im geparkten Zustand Feuer fangen, heißt es von den Herstellern. Schuld sei ein Computermodul im Antiblockiersystem. Dieses könne durch »äußere Verunreinigung« einen Kurzschluss und im schlimmsten Fall einen Brand auslösen.

Laut CNN hat Kia den US-Behörden bisher von drei Fällen berichtet, in denen das Modul tatsächlich einen Brand verursacht hat. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet sogar elf Fälle. Im Fahrbetrieb bestehe aber kein Risiko, heißt es von den Konzernen weiter.

Kia und Hyundai agieren zwar als getrennte Unternehmen, sind aber eng verbunden und teilen sich teilweise die Entwicklung. Kia gehört in Teilen zum Hyundai-Konzern.

Millionenbelohnung für Hinweis von Ingenieur

Betroffen von dem Rückruf sind unter anderem die Modelle Santa Fe und Tuscon bei Hyundai und Sportage sowie K900 bei Kia. Nach bisherigem Stand gilt der Rückruf nur für den US-Markt.

Erst Ende vergangenen Jahres war der Hyundai-Konzern in die Schlagzeilen geraten. Damals hatten die US-Behörden einem Südkoreaner mit 24 Millionen US-Dollar die höchste Whistleblower-Prämie gezahlt, die jemals in der Autoindustrie gewährt wurde.

Der Ingenieur, der 26 Jahre lang in Diensten von Hyundai stand, hatte die Aufsichtsbehörden bereits 2016 darauf hingewiesen, dass der Konzern offenbar zu wenig gegen einen Motorfehler tue, der zu Unfällen führen könnte.

jok