Verkehrswende Japan will bis Mitte der 2030er-Jahre Autos mit Verbrennungsmotoren verbieten

In rund 15 Jahren sollen in Japan keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden. Von der Maßnahme erhofft sich die Regierung Fortschritte in Sachen Klimaneutralität.
Einkaufsstraße in Tokio

Einkaufsstraße in Tokio

Foto: Carl Court / Getty Images

Japan will perspektivisch Neuwagen mit Verbrennungsmotoren verbieten. Ab Mitte der 2030er-Jahre sollen nur noch Elektroautos und Fahrzeuge mit Hybrid- oder Wasserstoffantrieb verkauft werden. Dies kündigte die Regierung in Tokio am Freitag bei der Präsentation ihrer »Grünen Wachstumsstrategie« an.

Mit dem Konzept will Ministerpräsident Yoshihide Suga erreichen, dass Japan bis 2050 klimaneutral wird und praktisch kein CO₂ mehr ausstößt. Um die Verbreitung von E-Autos zu beschleunigen, sollen die Kosten für Fahrzeugbatterien bis 2030 um mehr als die Hälfte sinken. Zudem soll die Wasserstoffnutzung bei der Stromerzeugung und im Verkehrswesen ausgebaut werden.

Fünftgrößter CO2-Emittent

Diesen Umbau der Wirtschaft will die Regierung mit Steueranreizen und anderen Finanzhilfen unterstützen. Von »grünen Investitionen« erhofft sie sich einen Schub für das Wirtschaftswachstum bis 2030 von jährlich umgerechnet rund 700 Milliarden Euro und bis 2050 von rund 1,5 Billionen Euro.

Suga hatte das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 bereits im Oktober verkündet – einen Monat nach seinem Amtsantritt. Dazu will er auch den Ausbau der erneuerbaren Energien, das Kohlenstoffrecycling und die Digitalisierung vorantreiben. Japan ist weltweit der fünftgrößte CO2-Emittent.

jme/Reuters
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