Corona-Schutzmaßnahmen Maskenpflicht soll im Nahverkehr bis Ostern gelten

Der Chef der DB Regio AG hat sich dafür ausgesprochen, die Maskenpflicht in Bahnen und Bussen beizubehalten. Die Akzeptanz für die Regelung sei mittlerweile sehr hoch.
Im Nahverkehr gilt: Maske auf!

Im Nahverkehr gilt: Maske auf!

Foto: Robert Michael / picture alliance / dpa

Im öffentlichen Nahverkehr gilt seit vielen Monaten die Auflage, eine medizinische Maske zu tragen. Der Vorstandsvorsitzende der DB Regio AG, Jörg Sandvoß, hat nun gefordert, die Maskenpflicht auch über den Winter beizubehalten. Er halte es für sinnvoll, die Regelung nicht vor Ostern auszusetzen.

Die Akzeptanz für die Maßnahme in der Bevölkerung bezeichnete er als »extrem hoch«. Auf einem Branchentreffen in Frankfurt am Main sagte Sandvoß: »Die Masken werden konsequent getragen.« Im Sommer 2020 habe es in Großstädten noch vermehrt Probleme mit Menschen gegeben, die sich weigerten, eine Maske im Nahverkehr zu tragen. Das Problem bestehe mittlerweile nicht mehr, sagte der Manager. Im Gegenteil: Die Maske trage »definitiv zum Sicherheitsgefühl bei«.

Die Fahrgastzahlen steigen wieder

Sandvoß sieht nach eigener Aussage auch das wiedergekehrte Vertrauen, den öffentlichen Nahverkehr trotz Pandemie sicher nutzen zu können. Die Fahrgastzahlen erreichten derzeit ein Niveau von 70 bis 80 Prozent im Vergleich zum Wert vor Ausbruch der Corona-Pandemie.

Der DB-Regio-Chef sieht dabei auch einen Beitrag der Anbieter im Nahverkehr: »Wir haben viel in zusätzliche Hygiene und Sicherheit investiert«, sagte er.

Unterschiede ließen sich zwischen Stadt und Land feststellen: Im ländlichen Bereich würden noch etwas weniger Menschen das Nahverkehrsangebot nutzen, in den Städten liege die Anzahl der Fahrgäste teilweise bereits bei mehr als vier Fünfteln des vorpandemischen Niveaus.

Viel Verkehr am Wochenende

Besonders an den Wochenenden steige die Zahl der Fahrgäste wieder merklich an. Im Nahverkehr werden Sandvoß zufolge deutlich mehr Ausflugs- und Freizeitverkehr verzeichnet.

Zusammen mit den Verkehrsverbünden solle deshalb in den kommenden Monaten geprüft werden, ob an den Wochenendverkehr in einigen Bereichen mehr Züge oder Busse eingesetzt werden. Die S-Bahn Stuttgart werde beispielsweise schon ab Mitte Dezember die Taktung der Züge an Samstagen erhöhen.

vki/dpa
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