Neuseeland Mann malt Penisse um Schlaglöcher – nun droht ihm Ärger

Aus Wut über den schlechten Zustand der Straßen hat ein Neuseeländer männliche Geschlechtsteile auf den Asphalt gemalt. Die Verwaltung reagierte darauf aber nicht so, wie es sich der Mann wünschte.

Seit mehr als zwei Jahren malt Geoff Upson überdimensionale Penisse um Schlaglöcher in seiner Heimatstadt Auckland (Neuseeland). So will er auf den in seinen Augen schlechten Zustand der Straßen hinweisen. Wirklich durchgedrungen ist er mit der Aktion bei der Verwaltung nicht, im Gegenteil: Nun hat die Verkehrsbehörde dem Mann Ermittlungen angedroht.

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Einen Anruf von der Polizei habe Upson schon bekommen, berichtet der »New Zealand Herald «. Es handele sich in den Augen der Behörden um Vandalismus. Upsons Werke stellten ein Sicherheitsrisiko dar und würden Fahrerinnen und Fahrer ablenken, zitiert die Zeitung eine Behördensprecherin. Zudem könne er sie nur unter gefährlichen Umständen erstellt haben, argumentierte die Verwaltung dem Portal »Stuff«  zufolge.

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Nach eigenen Angaben hat Upson bisher etwa hundert Löcher mit einem gemalten männlichen Geschlechtsteil markiert. Es habe nichts gebracht, sich telefonisch bei der Verkehrsbehörde zu beschweren. Seine Malereien würden die Fahrbahnen im Übrigen nicht zerstören, weil der Asphalt an den betroffenen Abschnitten ohnehin ersetzt werden müsse. Nicht die Penisse, sondern die Straßen seien ein Sicherheitsrisiko.

Mit einem ähnlichen Versuch hatte 2015 ein namentlich nicht bekannter Künstler in Großbritannien die Verwaltung provoziert, berichtet  der »Guardian«. Diese habe die Aktion als »obszön« und »beleidigend« bezeichnet.

Allerdings wurden die bemängelten Schlaglöcher in der Stadt Bury bei Manchester damals recht zügig verfüllt, wie der Sender BBC festhielt . Mit den Penissen auf dem Asphalt habe das aber nichts zu tun gehabt, ließ der Stadtrat wissen – man repariere derartige Schäden ohnehin regelmäßig.

nis
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