Sicherheit im Straßenverkehr Österreich will Raser mit deutlich höheren Strafen abschrecken

Wer auf österreichischen Straßen zu schnell unterwegs ist, muss künftig deutlich höhere Strafen zahlen. Im schlimmsten Fall drohen bis zu 5000 Euro Bußgeld – und langer Führerscheinentzug.
Straßenverkehr bei Patsch am Brenner

Straßenverkehr bei Patsch am Brenner

Foto: Sven Hoppe/ dpa

In Österreich werden die Strafen für viel zu schnelles Fahren deutlich verschärft. Der Nationalrat in Wien stimmte am Donnerstagabend für ein entsprechendes Gesetzespaket der Regierung.

Wer 30 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt, muss künftig 150 statt 70 Euro zahlen. Die Strafe steigt dann mit überhöhtem Tempo immer weiter an, auf bis zu 5000 Euro.

Zudem wird der Führerschein bei wiederholtem Fehlverhalten drei Monate oder länger entzogen. Straßenrennen werden als besondere Rücksichtslosigkeit im Sinne der Verkehrszuverlässigkeit deklariert und entsprechend bestraft.

Verkehrsministerin Leonore Gewessler hatte das »Raser-Paket« im vergangenen Monat vorgestellt. »Wir haben in Österreich ein Problem mit extremen Rasern«, sagte sie damals laut »Kurier« . »Das sind einige wenige unbelehrbare Wiederholungstäter, die mit ihrem Verhalten Menschenleben gefährden. Mit 110 in der 30er-Zone, mit 250 auf der Autobahn wird das Auto zur Waffe.«

aar/dpa
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