Berlin schränkt Nahverkehr ein Omikron grassiert unter Busfahrerinnen und Busfahrern

Manche beliebte Buslinie fährt nur noch alle 20 Minuten: Die Berliner Verkehrsbetriebe dünnen ihr Angebot aus, weil das Coronavirus bei Mitarbeitern um sich greift. Auch die Testpflicht bereitet offenbar Probleme.
Ein noch fahrender Bus der BVG

Ein noch fahrender Bus der BVG

Foto: Britta Pedersen / picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

In der Hauptstadt beeinträchtigt Omikron zunehmend den öffentlichen Nahverkehr. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Betreiber von Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen, registrieren eine stark steigende Anzahl von Fahrern, die sich krankmelden oder in Quarantäne müssen. Nun wird der Betrieb eingeschränkt, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

»Die Pandemieentwicklung macht auch vor den Verkehrsbetrieben nicht halt«, so die BVG. »Seit wenigen Tagen macht sich das mit steigenden Krankmeldungen und Quarantänezahlen bemerkbar.«

Nun wird der Busfahrplan ausgedünnt, etwa auf Strecken, wo weniger Fahrgäste unterwegs sind. Die Fahrgäste würden aber trotzdem ihr Ziel erreichen, versichert das Unternehmen.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Ab Mittwoch fahre demzufolge unter anderem die bekannte Buslinie 100 werktags nur noch im 20-Minuten-Takt, berichtet der Berliner »Tagesspiegel«. Die Metrobuslinie M27 von Pankow über Wedding und Moabit nach Jungfernheide solle nur noch alle zehn Minuten fahren. Gleiches gelte für die Linie 245 zwischen Hauptbahnhof und Bahnhof Zoo.

3G: Auffällig viele Krankmeldungen bei der S-Bahn

Wie es weitergeht, stehe noch nicht genau fest. »Es kann sein, dass es dann auch die U-Bahn und die Straßenbahn betrifft. Genau wissen wir es aber noch nicht«, sagte ein BVG-Sprecher der Zeitung. Das Ziel sei es aber, trotz allem ein »stabiles Angebot« auf die Straße und Schiene zu bekommen.

Auch die Berliner S-Bahn, die von der Deutschen Bahn betrieben wird, musste bereits den Verkehr wegen außergewöhnlich vieler Krankheitsfälle von Mitarbeitern einschränken. Das war im Dezember, aktuell gehe alles wieder seinen normalen Gang. Ob wegen der drohenden »Omikron-Wand« nun neue Probleme drohen, ist bislang unklar.

Mehr als jeder zehnte Zugführer hatte sich laut einem rbb-Bericht allein Anfang Dezember krankgemeldet, lange vor dem rasanten Anstieg der Infektionszahlen. Damals wurde die 3G-Regel am Arbeitsplatz eingeführt, die für geimpft, genesen oder getestet steht – Impfverweigerer müssen sich also testen.

Viele nicht geimpfte Mitarbeiter der Nahverkehrsbetriebe in und um Berlin hätten einfach »keinen Bock auf das Testen und bleiben ganz weg, melden sich also krank«, zitierte der »Berliner Kurier« einen Brancheninsider.

fww
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.