»Autopilot«-Assistenzsystem US-Verkehrssicherheitsbehörde untersucht tödlichen Tesla-Unfall

War ein Assistenzsystem schuld? Ein Tesla Model Y hat in New York einen 52-Jährigen erfasst und getötet, der am Straßenrand einen Reifen wechselte. Nun wurden behördliche Untersuchungen gegen den Hersteller eingeleitet.
Tesla Model Y: Wiederholt geriet der kalifornische Elektroautohersteller Tesla wegen seiner automatisierten Steuerung ins Visier der Behörden

Tesla Model Y: Wiederholt geriet der kalifornische Elektroautohersteller Tesla wegen seiner automatisierten Steuerung ins Visier der Behörden

Foto: Jae C. Hong/ dpa

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hat nach einem tödlichen Unfall in New York mit einem Tesla-Fahrzeug, das möglicherweise ein Assistenzsystem für automatisiertes Fahren nutzte, Untersuchungen eingeleitet. Am 26. Juli 2021 hatte der 52-jährige Jean Louis auf dem Long Island Expressway im Stadtteil Queens eine Reifenpanne an seinem Wagen beheben wollen und war dabei von einem Model-Y-SUV des Herstellers Tesla angefahren und tödlich verletzt worden. Wie eine Sprecherin der NHTSA nun am Freitag (Ortszeit) erklärte, sei ein spezielles Team zur Untersuchung des Unfalls eingesetzt worden.

Auch die Polizei von New York City bestätigte die laufenden Ermittlungen zum Tod des 52-jährigen Mannes. Der Autohersteller reagierte bisher nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Die Untersuchungen finden in einer Zeit statt, in der Teslas Autopilot und andere Fahrerassistenzsysteme in den USA verstärkt unter die Lupe genommen werden. Teslas Assistenzsystem erlaubt es dem Fahrer, zeitweise die Hände vom Steuer zu lassen - auch wenn der Hersteller in der Vergangenheit betonte, Fahrer müssten jederzeit in der Lage sein, in die Steuerung einzugreifen.

Die NHTSA hat seit 2016 bereits 33 Untersuchungen zu Tesla-Unfällen mit elf Todesfällen eingeleitet, bei denen der Verdacht auf den Einsatz von Fahrerassistenzsystemen besteht. Zusätzlich hat die Behörde nach mittlerweile zwölf Unfällen zwischen Tesla-Modellen und Rettungsfahrzeugen eine formelle Sicherheitsuntersuchung eingeleitet.

dak/AP/Reuters
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